Beschneidung und HIV: Unterschied zwischen den Versionen
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|coauthors=Bakhireva LN, Brodine SK, Shaffer RA | |coauthors=Bakhireva LN, Brodine SK, Shaffer RA | ||
|url=http://www.cirp.org/library/disease/HIV/thomas1/ | |url=http://www.cirp.org/library/disease/HIV/thomas1/ | ||
|title=Prevalence of male circumcision and its association with HIV and sexually transmitted infections in a U.S. Navy population]. Abstract no. TuPeC4861 | |title=Prevalence of male circumcision and its association with HIV and sexually transmitted infections in a U.S. Navy population]. Abstract no. TuPeC4861 | ||
|trans-title=Prävalenz der männlichen Beschneidung und ihre Assoziation mit HIV und sexuell übertragbaren Infektionen in einer Bevölkerung der US-Marine. Zusammenfassung Nr. TuPeC4861 | |trans-title=Prävalenz der männlichen Beschneidung und ihre Assoziation mit HIV und sexuell übertragbaren Infektionen in einer Bevölkerung der US-Marine. Zusammenfassung Nr. TuPeC4861 | ||
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|place=XV International [[AIDS]] Conference, Bangkok, Thailand | |place=XV International [[AIDS]] Conference, Bangkok, Thailand | ||
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==== Keratinisierungshypothese ==== | ==== Keratinisierungshypothese ==== | ||
Die vielleicht älteste Hypothese über den Mechanismus, durch den die Beschneidung die Übertragung von [[HIV]] verhindern soll, ist die Theorie, die darauf hindeutet, dass die [[Keratinisierung|verhornte]] Oberfläche des Penis bei beschnittenen Männern einer Infektion widerstehe, während die [[Schleimhaut]] der Eichel und der inneren [[Vorhaut]] des intakten Mannes Eintrittspforten seien, was von [[Aaron J. Fink]] behauptet wurde. | |||
Neuere Studien widerlegen diese Hypothese jedoch. Eine Studie fand heraus, dass es "keinen Unterschied zwischen der Keratinisierung der inneren und äußeren Bereiche der erwachsenen männlichen Vorhaut" gibt und dass "Keratinschichten allein wahrscheinlich nicht erklären können, warum [[unbeschnittene]]] Männer ein höheres Risiko für [[HIV]]-Infektion haben."<ref>{{REFjournal | |||
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|title=Keratinization of the adult male foreskin and implications for male circumcision | |title=Keratinization of the adult male foreskin and implications for male circumcision | ||
|trans-title=Keratinisierung der erwachsenen männlichen Vorhaut und Implikationen für die männliche Beschneidung | |||
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|url=http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20098294 | |url=http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20098294 | ||
|quote= | |quote=Wir fanden keinen Unterschied zwischen der Keratinisierung der inneren und äußeren Bereiche der erwachsenen männlichen Vorhaut. Es ist unwahrscheinlich, dass Keratinschichten allein erklären, warum [[unbeschnittene]] Männer einem höheren Risiko für eine HIV-Infektion ausgesetzt sind. | ||
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}}</ref> | }}</ref> Eine andere Studie fand heraus, dass „kein Unterschied zwischen der inneren und der äußeren Vorhaut klar erkennbar ist.“<ref>{{REFcontribution | ||
|contribution=HIV-1 Interactions and Infection in Adult Male Foreskin Explant Cultures | |contribution=HIV-1 Interactions and Infection in Adult Male Foreskin Explant Cultures | ||
|quote=No difference can be clearly visualized between the inner and outer foreskin. | |quote=No difference can be clearly visualized between the inner and outer foreskin. | ||
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}}</ref | }}</ref> | ||
==== Langerhans-Zellen-Hypothese ==== | ==== Langerhans-Zellen-Hypothese ==== | ||
Kürzliche Beschneidungsstudien in Afrika wurden unter der Hypothese durchgeführt, dass die [[Langerhans-Zellen]] die Haupteintrittspforte für das [[HIV]]-Virus seien. Der Hypothese zufolge sollte die Beschneidung die HIV-Übertragung verhindern, indem die Langerhans-Zellen entfernt werden, die sich in der inneren [[Schleimhaut]]-Auskleidung der Vorhaut befinden. | |||
deWitte | deWitte fand nicht nur heraus, dass Langerhans-Zellen überall im Körper zu finden sind und dass ihre vollständige Entfernung praktisch unmöglich ist, sondern deWitte fand außerdem heraus, dass Langerhans-Zellen, die in der [[Vorhaut]] vorhanden sind, „Langerin“ produzieren, eine Substanz, für die bewiesen wurde, dass sie das [[HIV]]-Virus bei Kontakt abtötet und als natürliche Barriere für die Übertragung von HIV-1 durch Langerhans-Zellen fungiert.<ref>{{REFjournal | ||
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|title=Langerin is a natural barrier to HIV-1 transmission by Langerhans cells | |title=Langerin is a natural barrier to HIV-1 transmission by Langerhans cells | ||
|trans-title=Langerin ist eine natürliche Barriere für die Übertragung von HIV-1 durch Langerhans-Zellen | |||
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|journal=Nature Medicine | |journal=Nature Medicine | ||
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==== Hypothese der bakteriellen Umgebung ==== | ==== Hypothese der bakteriellen Umgebung ==== | ||
Diese Hypothese versucht, die Veränderung der bakteriellen Umgebung, die im Penis als Ergebnis der Beschneidung resultiert, als den Mechanismus zu identifizieren, durch den die Beschneidung die Ausbreitung der [[HIV]]-Übertragung reduziert. Eine verzweifelte Ad-hoc-Hypothese, deren Erklärung ziemlich weit hergeholt ist. Das Argument ist, dass die Veränderung der bakteriellen Umgebung nach der Beschneidung das Leben von Bakterien, die Krankheiten verursachen, erschwere; es bestehe ein geringeres Risiko für eine Penisentzündung, eine Erkrankung, die die Übertragung von Viren erleichtert. Die Wahrscheinlichkeit einer Penisentzündung würde verringert, wodurch die Wahrscheinlichkeit von sexuell übertragbaren Viren wie [[HIV]] verringert würde.<ref>{{REFjournal | |||
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|title=The Effects of Circumcision on the Penis Microbiome | |title=The Effects of Circumcision on the Penis Microbiome | ||
|trans-title=Die Auswirkungen der Beschneidung auf das Mikrobiom des Penis | |||
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|quote= | |quote=Die anoxische Mikroumgebung des subpräputialen Raums kann entzündungsfördernde Anaerobier unterstützen, die Langerhans-Zellen aktivieren können, um HIV an CD4-Zellen in drainierenden Lymphknoten zu präsentieren. Daher kann die Verringerung mutmaßlicher anaerober Bakterien nach der Beschneidung eine Rolle beim Schutz vor HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten spielen. | ||
|DOI=10.1371/journal.pone.0008422 | |DOI=10.1371/journal.pone.0008422 | ||
|date=2010 | |date=2010 | ||
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}}</ref> | }}</ref> | ||
Die Darstellung dieser Hypothese wirft ein zweifaches Problem auf. Erstens stellt sie eine irrelevante Schlussfolgerung dar; die randomisierten Kontrollstudien maßen die Häufigkeit der [[HIV]]-Übertragung, nicht die Häufigkeit der bakteriellen Penisentzündung, und ob die Entzündung sexuell übertragene [[HIV]] erleichterte. Und zweitens geben sich [[Beschneidungsbefürworter]] die neue Beweislast für die neu eingeführte Hypothese, dass eine Veränderung der bakteriellen Infektion tatsächlich zu einer signifikanten Verringerung der [[HIV]]-Übertragung führt. Eine neue Studie ist erforderlich, um die [[HIV]]-Übertragung bei beschnittenen Männern, intakten Männern mit konstanten Penisentzündungen und intakten Männern, die nicht unter einer konstanten Penisentzündung leiden, zu messen. Es sei denn, die randomisierten kontrollierten Studien beschränkten sich auf nur intakte Männer, die an einer ständigen Penisentzündung litten. | |||
== Die immunologische Funktion der Vorhaut == | == Die immunologische Funktion der Vorhaut == | ||
Die innere Schicht der Vorhaut und die Eichel des Penis bestehen aus [[Präputialschleimhaut|Schleimhaut]]-Gewebe. Diese sind auch in Ihren Augen, Ihrem Mund und allen anderen Körperöffnungen einschließlich der weiblichen Genitalien vorhanden. Diese sind die erste immunologische Verteidigungslinie für die Körperöffnungen. Diese Schleimhäute erfüllen viele immunologische und hygienische Funktionen. | |||
Bestimmte Komponenten wie [[Langerhans-Zellen]],<ref>{{REFjournal | |||
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|url=http://www.circumstitions.com/Langerhans.html | |url=http://www.circumstitions.com/Langerhans.html | ||
|title=The distribution and density of Langerhans cells in the human prepuce: site of diminished immune response? | |title=The distribution and density of Langerhans cells in the human prepuce: site of diminished immune response? | ||
|trans-title=Die Verteilung und Dichte von Langerhans-Zellen in der menschlichen Vorhaut: Ort der verminderten Immunantwort? | |||
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}}</ref> | }}</ref> Plasmazellen,<ref name="flower1983">{{REFjournal | ||
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|title=An immunopathologic study on the bovine prepuce | |title=An immunopathologic study on the bovine prepuce | ||
|trans-title=Eine immunpathologische Studie an der Rindervorhaut | |||
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}}</ref> | }}</ref> apokrine Drüsen <ref>{{REFjournal | ||
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|title=Apocrine Cystadenoma: a report of two cases occurring on the prepuce | |title=Apocrine Cystadenoma: a report of two cases occurring on the prepuce | ||
|trans-title=Apokrines Zystadenom: ein Bericht über zwei Fälle, die auf der Vorhaut auftraten | |||
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}}</ref> | }}</ref> und Talgdrüsen<ref>{{REFjournal | ||
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|title=Tyson's "glands": ectopic sebaceous glands and papillomatosis penis | |title=Tyson's "glands": ectopic sebaceous glands and papillomatosis penis | ||
|trans-title=Tysons <q>Drüsen</q>: ektopische Talgdrüsen und Papillomatose des Penis | |||
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|title=Über das gehäufte Auftreten von freien Talgdrüsen an der Innenfläche des Präputiums | |title=Über das gehäufte Auftreten von freien Talgdrüsen an der Innenfläche des Präputiums | ||
|trans-title=About the increased occurrence of free sebaceous glands on the inner surface of the prepuce | |#trans-title=About the increased occurrence of free sebaceous glands on the inner surface of the prepuce | ||
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|title=sebacous glands mimicking molluscum contagiosum | |title=sebacous glands mimicking molluscum contagiosum | ||
|trans-title=Talgdrüsen imitieren Molluscum contagiosum | |||
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|title=Die Histologie der Absonderung des Smegma praeputii | |title=Die Histologie der Absonderung des Smegma praeputii | ||
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}}</ref> | }}</ref> scheiden gemeinsam erweichende Gleitmittel aus.<ref name="parkash-jeykumar1973">{{REFjournal | ||
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|title=Human subpreputial collection: its nature and formation | |title=Human subpreputial collection: its nature and formation | ||
|trans-title=Menschliche subpräputiale Sammlung: ihre Natur und Bildung | |||
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}}</ref> | }}</ref> Apokrine Drüsen erfüllen eine entscheidende Funktion, indem sie Enzyme wie lysosomale Enzyme, Cathepsin B, Chymotrypsin und neutrophile Elastase absondern.<ref>{{REFjournal | ||
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|title=Immunelectron microscopic localization of cathepsin B in human apocrine glands | |title=Immunelectron microscopic localization of cathepsin B in human apocrine glands | ||
|trans-title=Immunelektronenmikroskopische Lokalisierung von Cathepsin B in humanen apokrinen Drüsen | |||
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Es gibt auch einige Forschungsergebnisse, die darauf hindeuten, dass Lysozym vor einer HIV-Infektion schützen kann.<ref>{{REFweb | |||
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|title=Summary of evidence that the foreskin and lysozyme may protect against HIV infection | |title=Summary of evidence that the foreskin and lysozyme may protect against HIV infection | ||
|trans-title=Zusammenfassung der Beweise dafür, dass die Vorhaut und Lysozym vor einer HIV-Infektion schützen können | |||
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Apokrine Drüsen produzieren auch Zytokine,<ref>{{REFjournal | |||
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|title=Immunohistochemical localization of IL-1 alpha-, IL-1 beta-, IL-6- and TNF-alpha-like immunoreactivities in human apocrine glands | |title=Immunohistochemical localization of IL-1 alpha-, IL-1 beta-, IL-6- and TNF-alpha-like immunoreactivities in human apocrine glands | ||
|trans-title=Immunhistochemische Lokalisierung von IL-1-alpha-, IL-1-beta-, IL-6- und TNF-alpha-ähnlichen Immunreaktivitäten in humanen apokrinen Drüsen | |||
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}}</ref> | }}</ref> ein sehr wichtiges Nicht-Antikörper-Protein, das bei Kontakt mit bestimmten Wirkstoffen eine Immunantwort auslöst. Plasmazellen, deren Anzahl als Reaktion auf die Konzentration von Krankheitserregern zunimmt, sezernieren Immunglobulin.<ref name="flower1983"/> Es ist auch sehr wichtig anzumerken, dass [[Langerhans-Zellen]], die in der Vorhaut vorhanden sind, „Langerin“ produzieren, eine Substanz, die nachweislich das menschliche Immunschwächevirus ([[HIV]]) bei Kontakt abtötet.<ref>{{REFjournal | ||
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|title=Langerin is a natural barrier to HIV-1 transmission by Langerhans cells | |title=Langerin is a natural barrier to HIV-1 transmission by Langerhans cells | ||
|trans-title=Langerin ist eine natürliche Barriere für die Übertragung von HIV-1 durch Langerhans-Zellen | |||
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|journal=Nat Med | |journal=Nat Med | ||
|date=2007-03 | |date=2007-03 | ||
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}}</ref> | }}</ref> | ||
All | All dies dient dazu, fremde Krankheitserreger zu sequestrieren und zu „verdauen“. All diese Substanzen spielen eine wichtige Rolle beim Schutz des Penis vor viralen und bakteriellen Krankheitserregern. Die immunologischen Funktionen der menschlichen Vorhaut werden seit geraumer Zeit von angesehenen Forschern ausführlich dokumentiert.<ref name="fleiss-hodges-vanhowe1998">{{FleissP HodgesF VanHoweRS 1998}}</ref> | ||
Die Beschneidung zerstört den natürlichen immunologischen Schutz der Vorhaut und führt zu einem erhöhten Infektionsrisiko. | |||
== Afrikanische RCTs == | == Afrikanische RCTs == | ||
'''RCT''' = Randomized controlled trial = Randomisierte kontrollierte Studie. | |||
In den RCTs besteht eine starke Verzerrung.<ref>{{REFjournal | |||
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|etal=yes | |etal=yes | ||
|title=Male circumcision is not the HIV 'vaccine' we have been waiting for! | |title=Male circumcision is not the HIV 'vaccine' we have been waiting for! | ||
|trans-title=Die männliche Beschneidung ist nicht der HIV-<q>Impfstoff</q>, auf den wir gewartet haben! | |||
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|title=Randomized trials stopped early for benefit: a systematic review | |title=Randomized trials stopped early for benefit: a systematic review | ||
|trans-title=Randomisierte Studien wurden vorzeitig abgebrochen, um Vorteile zu erzielen: eine systematische Überprüfung | |||
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|title=Be skeptical about unexpected large apparent treatment effects: the case of an MRC AML12 randomization | |title=Be skeptical about unexpected large apparent treatment effects: the case of an MRC AML12 randomization | ||
|trans-title=Seien Sie skeptisch gegenüber unerwartet großen offensichtlichen Behandlungseffekten: der Fall einer MRC-AML12-Randomisierung | |||
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}}</ref> " | }}</ref> "Diese Studien, die darauf ausgelegt sind, eine mindestens 50-prozentige Reduzierung des [[HIV]]-Risikos nachzuweisen, sollten innerhalb von drei bis fünf Jahren endgültige Beweise für die Wirksamkeit und Sicherheit von MC liefern."<ref>{{REFdocument | ||
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|title=Program and Policy Implications For HIV Prevention and Reproductive Health | |title=Program and Policy Implications For HIV Prevention and Reproductive Health | ||
|trans-title=Programm- und politische Implikationen für HIV-Prävention und reproduktive Gesundheit | |||
|language=Englisch | |||
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|date=2002-01 | |date=2002-01 | ||
|accessdate=2019-09-29 | |accessdate=2019-09-29 | ||
}}</ref> | }}</ref> Indem sie eine Studie zum „Nachweisen“ eines mindestens 50-prozentigen Reduktionsrisikos bei [[HIV]] konzipierten, haben diese Forscher möglicherweise künstlich die klinische Umgebung geschaffen, um die Wirkung zu beobachten, die sie entdecken wollten. | ||
Boyle & Hill (2011) | Boyle & Hill (2011) haben gezeigt, dass diese RCTs erhebliche methodische Mängel und statistische Fehler aufweisen, die ihre Behauptungen ungültig machen. Obwohl eine „relative“ Reduktion von [[HIV]] um 60 Prozent behauptet wurde, betrug die „absolute“ Reduktion statistisch nicht signifikante 1,3 Prozent.<ref name="boyle-hill2011">{{BoyleGJ HillG 2011}}</ref> | ||
Bedenken hinsichtlich der [[HIV-Studien in Afrika|drei randomisierten kontrollierten klinischen Studien (RCCTs) in Afrika]] (in Südafrika, Uganda und Kenia):<ref>{{RCT Auvert et al 2005}}</ref><ref name="bailey2007">{{RCT Bailey et al 2007}}</ref><ref name="gray2007">{{RCT Gray et al 2007}}</ref> | |||
* | * Die drei RCTs wurden vorzeitig beendet, da die Ergebnisse ein signifikantes Niveau erreicht hatten, das reduzierte [[HIV]]-Infektionen in Versuchsgruppen im Vergleich zu Kontrollgruppen zeigte; es war jedoch noch zu früh, um die langfristige Wirksamkeit abzuschätzen. | ||
* | * Die Ergebnisse haben keine Relevanz für Frauen oder Männer, die Sex mit Männern haben. | ||
* | * Weitaus mehr Teilnehmer gingen für die Nachsorge verloren, als berichtet wurde, dass sie sich mit [[HIV]] infiziert hatten. | ||
* | * Eine beträchtliche Anzahl von Teilnehmern schien [[HIV]] aus nicht-sexuellen Quellen infiziert zu haben: 23 der 69 Infektionen, die in der südafrikanischen Studie und 16 der 67 in der ugandischen Studie gemeldet wurden.<ref>{{REFbook | ||
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|title=Points to consider: responses to HIV/AIDS in Africa, Asia, and the Caribbean | |title=Points to consider: responses to HIV/AIDS in Africa, Asia, and the Caribbean | ||
|trans-title=Zu berücksichtigende Punkte: Reaktionen auf HIV/AIDS in Afrika, Asien und der Karibik | |||
|language=Englisch | |||
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}}</ref> | }}</ref> | ||
* | * Die Teilnehmer erhielten kontinuierliche Beratung, kostenlose Kondome und Überwachung auf Infektionen, was in realen Kampagnen unwahrscheinlich war. | ||
* | * Die hygienischen Bedingungen der Praxen wären in vielen Teilen Afrikas, wo die [[HIV]]-Infektionsraten und -Prävalenz am höchsten sind, im großen Maßstab schwer zu reproduzieren.<ref>{{REFjournal | ||
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|title=Male circumcision and risk of HIV infection in sub-Saharan Africa: a systematic review and meta-analysis | |title=Male circumcision and risk of HIV infection in sub-Saharan Africa: a systematic review and meta-analysis | ||
|trans-title=Männliche Beschneidung und das Risiko einer HIV-Infektion in Afrika südlich der Sahara: eine systematische Überprüfung und Metaanalyse | |||
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|title=HIV and male circumcision — a systematic review with assessment of the quality of studies | |title=HIV and male circumcision — a systematic review with assessment of the quality of studies | ||
|trans-title=HIV und männliche Beschneidung – eine systematische Übersichtsarbeit mit Bewertung der Studienqualität | |||
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}}</ref> | }}</ref> | ||
* | * Eine Nachverfolgung dieser RCCTs ist unmöglich. Die Studienteilnehmer stimmten zu, sich beschneiden zu lassen, als sie an der Studie teilnahmen, und wurden randomisiert in die Gruppen „Jetzt beschneiden“ und „Später beschneiden“ eingeteilt.<ref>{{REFjournal | ||
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=== Länder in Afrika === | === Länder in Afrika === | ||
Laut demografischen Gesundheitsstudien, die in anderen Ländern Afrikas durchgeführt wurden, war die [[HIV]]-Übertragung bei beschnittenen Männern in mindestens 6 verschiedenen Ländern weit verbreitet: | |||
==== Kamerun ==== | ==== Kamerun ==== | ||
In | In Kamerun, wo 91 % der männlichen Bevölkerung beschnitten sind, betrug das Verhältnis von beschnittenen zu intakten Männern, die sich mit [[HIV]] infizierten, 4,1 zu 1,1.<ref>{{REFbook | ||
|last=Mosoko | |last=Mosoko | ||
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|title=Prévalence du VIH et facteurs associés | |title=Prévalence du VIH et facteurs associés | ||
|trans-title=HIV-Prävalenz und damit verbundene Faktoren | |||
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|editor=Calverton, MD, USA | |editor=Calverton, MD, USA | ||
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==== Ghana ==== | ==== Ghana ==== | ||
In Ghana, | In Ghana beträgt das Verhältnis 1,6 vs. 1,4 (95,3 % beschnitten). ''"...die überwiegende Mehrheit der ghanaischen Männer (95 Prozent) ist beschnitten... Es gibt kaum einen Unterschied in der [[HIV]]-Prävalenz nach Beschneidungsstatus..."'' | ||
<ref>{{REFbook | |||
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|quote=... | |quote=... die überwiegende Mehrheit der ghanaischen Männer (95 Prozent) beschnitten ist ... Es gibt kaum einen Unterschied in der HIV-Prävalenz nach Beschneidungsstatus ... | ||
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==== Lesotho ==== | ==== Lesotho ==== | ||
In Lesotho, | In Lesotho beträgt das Verhältnis 22,8 zu 15,2 (23 % beschnitten). | ||
'' | |||
''„Die Beziehung zwischen männlicher Beschneidung und [[HIV]]-Werten in Lesotho entspricht nicht dem erwarteten Muster höherer Raten bei [[unbeschnittenen]] Männern als bei beschnittenen Männern. Die [[HIV]]-Rate ist tatsächlich wesentlich höher unter beschnittenen Männern (23 Prozent) als unter unbeschnittenen Männern (15 Prozent). Darüber hinaus ist das Muster höherer Infektionsraten bei beschnittenen Männern im Vergleich zu [[unbeschnittenen]] Männern praktisch einheitlich über die verschiedenen Untergruppen, für die Ergebnisse gezeigt werden in der Tabelle. Dieser Befund könnte durch den Brauch Lesothos erklärt werden, männliche Beschneidung später im Leben durchzuführen, wenn die Personen bereits dem Risiko einer [[HIV]]-Infektion ausgesetzt waren (zusätzliche Analysen sind notwendig, um das unerwartete Muster besser zu verstehen in Tabelle 12.9.)"''<ref>{{REFbook | |||
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}}</ref> | }}</ref> | ||
::'' | ::''Eine interessante Verteidigung der männlichen Beschneidung angesichts der Tatsache, dass die neuesten "Studien", wenn man sie überhaupt so nennen kann, eine [[HIV]]-Übertragung bei Männern beobachteten, die als Erwachsene beschnitten wurden. Andererseits wurde diese demografische Gesundheitsumfrage im Jahr 2004 durchgeführt, VOR den neueren „Studien“ im Jahr 2006. Nichtsdestotrotz bleibt die unbewiesene Behauptung bestehen, dass „die Beschneidung das Risiko von [[HIV]] nur dann wirksam verringert, wenn sie im Säuglingsalter durchgeführt wird“. in manchen Kreisen.'' | ||
==== Malawi ==== | ==== Malawi ==== | ||
DHS 2004 | DHS 2004 – 13,2 vs. 9,5 (20 % beschnitten) | ||
: | : „Die Beziehung zwischen [[HIV]]-Prävalenz und Beschneidungsstatus ist nicht in der erwarteten Richtung. In Malawi haben beschnittene Männer eine etwas höhere [[HIV]]-Infektionsrate als Männer, die nicht beschnitten waren (13 Prozent im Vergleich zu 10 Prozent). In Malawi ist die Mehrheit der Männer nicht beschnitten (80 Prozent)."<ref>{{REFbook | ||
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}}</ref> | }}</ref> | ||
::''... | ::''...wo man erwarten würde, dass [[HIV]] am weitesten verbreitet ist.'' | ||
==== Ruanda ==== | ==== Ruanda ==== | ||
DHS 2005 - 3 | DHS 2005 - 3,8 zu 2,1<ref>{{REFbook | ||
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}}</ref> | |||
==== Südafrika ==== | ==== Südafrika ==== | ||
Rosenberg et al. (2018) | Rosenberg et al. (2018) berichten, dass beschnittene Männer in Südafrika eher mit [[HIV]] infiziert sind als intakte Männer.<ref name="Rosenberg2018">{{REFjournal | ||
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|title=Are circumcised men safer sex partners? Findings from the HAALSI cohort in rural South Africa | |title=Are circumcised men safer sex partners? Findings from the HAALSI cohort in rural South Africa | ||
|trans-title=Sind beschnittene Männer Safer-Sex-Partner? Ergebnisse der HAALSI-Kohorte im ländlichen Südafrika | |||
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|date=2018-08-01 | |date=2018-08-01 | ||
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==== Swasiland ==== | ==== Swasiland ==== | ||
DHS 2006-2007 - 22 | DHS 2006-2007 - 22 zu 20 | ||
:" | : "Wie Tabelle 14.10 zeigt, geht die Beziehung zwischen [[HIV]]-Prävalenz und Beschneidungsstatus nicht in die erwartete Richtung. Beschnittene Männer haben eine etwas höhere [[HIV]]-Infektionsrate als nicht beschnittene Männer (22 Prozent gegenüber 20 Prozent)."<ref>http://www.measuredhs.com/pubs/pdf/FR202/FR202.pdf P. 256</ref> | ||
==== Sambia ==== | ==== Sambia ==== | ||
Die Prävalenz der [[HIV]]-Infektion bei Männern im Alter von 15 bis 29 Jahren ist trotz mehrerer Kampagnen zur Durchführung der männlichen Beschneidung „nicht“ zurückgegangen. | |||
[[Michel Garenne|Garenne]] & Matthews (2019) | [[Michel Garenne|Garenne]] & Matthews (2019) berichten: | ||
<blockquote> | <blockquote> | ||
In | In einer multivariaten Analyse, basierend auf der DHS-Umfrage von 2013, wurde festgestellt, dass beschnittene Männer das gleiche Infektionsniveau wie [[unbeschnittene]] Männer haben, nachdem Alter, Sexualverhalten und sozioökonomischer Status kontrolliert wurden. Schließlich neigten beschnittene Männer zu einem etwas riskanteren Sexualverhalten als [[unbeschnittene]] Männer. Diese Studie, die auf großen repräsentativen Stichproben der sambischen Bevölkerung basiert, hinterfragt die aktuelle Strategie der Massenbeschneidungskampagnen im südlichen und östlichen Afrika.<ref name="garenne-matthews2019">{{REFjournal | ||
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|title=Voluntary medical male circumcision and HIV in Zambia: expectations and observations | |title=Voluntary medical male circumcision and HIV in Zambia: expectations and observations | ||
|trans-title=Freiwillige medizinische männliche Beschneidung und HIV in Sambia: Erwartungen und Beobachtungen | |||
|language=Englisch | |||
|journal=J Biosoc Sci | |journal=J Biosoc Sci | ||
|date=2019-10-14 | |date=2019-10-14 | ||
| Zeile 901: | Zeile 964: | ||
=== Malaysia === | === Malaysia === | ||
Laut Datuk Zaman Khan, Vizepräsident des malaysischen [[AIDS]]-Rates, sind mehr als 70% der 87.710 [[HIV]]/[[AIDS]]-Patienten im Land Muslime. In Malaysia sind die meisten, wenn nicht alle muslimischen Männer beschnitten, während die Beschneidung in der nichtmuslimischen Gemeinschaft ungewöhnlich ist. 60 % der malaysischen Bevölkerung sind Muslime, was bedeutet, dass sich HIV in der Gemeinde, in der die meisten Männer beschnitten sind, noch schneller ausbreitet als in der Gemeinde, in der die meisten Männer intakt sind.<ref>{{REFweb | |||
|url=http://web.archive.org/web/20100610231901/http://mmail.com.my:80/content/39272-72-percent-aidshiv-sufferers-malaysia-are-muslims-says-council | |||
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|title=72 percent of AIDS/HIV sufferers in Malaysia are Muslims, says council | |||
|date=2010-06-09 | |||
|accessdate=2022-06-15 | |||
}}</ref> | |||
Interessanterweise ist Malaysia die Heimat der [[TARA KLamp]], eines umstrittenen Beschneidungsgeräts, das in KwaZulu Natal, Afrika, im Namen der [[HIV]]-Prävention vermarktet wird. | |||
=== | === Philippinen === | ||
[[Tuli]] | [[Tuli]] oder männliche Beschneidung, eine fast obligatorische kulturelle Praxis auf den Philippinen, bewirkt, dass 93 Prozent der philippinischen Männer beschnitten werden. | ||
Im Global [[AIDS]]-Bericht 2010, der Ende November von UNAIDS veröffentlicht wurde, waren die Philippinen eine von sieben Nationen der Welt, die zwischen 2001 und 2009 über 25 Prozent der Neuinfektionen mit [[HIV]] meldeten, während andere Länder beides hatten sich stabilisiert oder deutliche Rückgänge der Neuinfektionsrate gezeigt. Von allen Ländern in Asien melden nur die Philippinen und Bangladesch einen Anstieg der [[HIV]]-Fälle, während andere entweder stabil oder rückläufig sind.<ref>{{REFweb | |||
|last=Esplanada | |||
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|url=http://web.archive.org/web/20110105110953/http://globalnation.inquirer.net/news/breakingnews/view/20110102-312124/Philippines-HIVAIDS-problem-worries-UN | |||
|archived=yes | |||
|title=Philippines’ HIV/AIDS problem worries UN | |||
|date=2011-02-01 | |||
|publisher=Philippine Daily Inquirer | |||
|accessdate=2022-06-15 | |||
}}</ref> | |||
Die Statistiken deuten darauf hin, dass die Entfernung der schützenden Vorhaut durch Beschneidung das Risiko einer HIV-Infektion erhöht. | |||
=== Israel === | === Israel === | ||
Obwohl die Beschneidung nahezu universell ist, ist [[HIV]] ein wachsendes Problem in Israel.<ref>{{REFweb | |||
|url=https://www.haaretz.com/1.4998790 | |url=https://www.haaretz.com/1.4998790 | ||
|title=Failing the AIDS Test | |title=Failing the AIDS Test | ||
|trans-title=AIDS-Test nicht bestanden | |||
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|date=2008-07-04 | |date=2008-07-04 | ||
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|title=Israeli Gays Shun Condoms Despite Worrying Rise in AIDS | |title=Israeli Gays Shun Condoms Despite Worrying Rise in AIDS | ||
|trans-title=Israelische Schwule meiden Kondome trotz besorgniserregender Zunahme von AIDS | |||
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|date=2008-07-09 | |date=2008-07-09 | ||
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|title=Has the AIDS Cocktail Worked Too Well in Israel? | |title=Has the AIDS Cocktail Worked Too Well in Israel? | ||
|trans-title=Hat der AIDS-Cocktail in Israel zu gut funktioniert? | |||
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|title=HIV Diagnoses in Israel Climb; New Cases Among Gays Up Sharply | |title=HIV Diagnoses in Israel Climb; New Cases Among Gays Up Sharply | ||
|trans-title=HIV-Diagnosen in Israel steigen; Neue Fälle unter Schwulen stark gestiegen | |||
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=== USA === | === USA === | ||
In | In Amerika ist die Mehrheit der männlichen Bevölkerung [[beschnitten]], etwa 62 %,<ref name="moore2015">{{REFweb | ||
|url=https://today.yougov.com/topics/lifestyle/articles-reports/2015/02/03/younger-americans-circumcision | |url=https://today.yougov.com/topics/lifestyle/articles-reports/2015/02/03/younger-americans-circumcision | ||
|title=Young Americans less supportive of circumcision at birth | |title=Young Americans less supportive of circumcision at birth | ||
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|date=2015-02-03 | |date=2015-02-03 | ||
|accessdate=2022-06-15 | |accessdate=2022-06-15 | ||
}}</ref> | }}</ref> während in den meisten Ländern Europas die Beschneidung ungewöhnlich ist. Man würde erwarten, dass es in den [[Vereinigten Staaten]] niedrigere Übertragungsraten gibt und dass [[HIV]] in Europa weit verbreitet ist; [[HIV]]-Übertragungsraten sind tatsächlich höher in den Vereinigten Staaten, wo die meisten Männer beschnitten sind, als in verschiedenen Ländern in Europa, wo die meisten Männer [[intakt]] sind.<ref>{{REFdocument | ||
|url=http://web.archive.org/web/20110531162621/http://data.unaids.org/pub/Report/1998/19981125_global_epidemic_report_en.pdf | |||
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|title=Report on the global HIV/AIDS epidemic June 1998 | |||
|publisher=[[UNAIDS]] & [[WHO]] | |||
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|date=1998-06 | |||
|accessdate=2022-06-15 | |||
}}</ref> | |||
Eine häufige Erklärung für diesen Unterschied ist die Tatsache, dass die Sexualerziehung und die Aufklärung über die richtige Verwendung von Kondomen in Europa besser durchgeführt werden als in den Vereinigten Staaten, wo die Sexualerziehung schlecht ist. | |||
Es sind jedoch genau diese Gründe, dass Sexualaufklärung und Kondome sich in Afrika nicht durchsetzen, weshalb Beschneidungsbefürworter sagen, dass „Massenbeschneidungskampagnen“ in Afrika gefördert werden sollten. Was in den USA gescheitert ist, soll in Afrika irgendwie Wunder wirken. | |||
== Studien mit gegensätzlichen Schlussfolgerungen == | == Studien mit gegensätzlichen Schlussfolgerungen == | ||
Laut USAID scheint es kein klares Zusammenhangsmuster zwischen männlicher Beschneidung und [[HIV]]-Prävalenz zu geben – in 8 von 18 Ländern mit Daten ist die [[HIV]]-Prävalenz bei beschnittenen Männern niedriger, während sie es in den restlichen 10 Ländern ist höher.<ref>http://www.measuredhs.com/pubs/pdf/CR22/CR22.pdf</ref> | |||
„Schlussfolgerungen: Wir finden eine schützende Wirkung der Beschneidung nur in einem der acht Länder, für die es national repräsentative [[HIV]]-Seroprävalenzdaten gibt. Die Ergebnisse sind wichtig, um die Entwicklung von auf die Beschneidung ausgerichteten Interventionen bei [[AIDS] ] Präventionsprogramme.“<ref>http://www.iasociety.org/Default.aspx?pageId=11&abstractId=2197431</ref> | |||
"Ergebnisse: ...In den meisten Ländern wurde kein konsistenter Zusammenhang zwischen männlicher Beschneidung und [[HIV]]-Risiko beobachtet."<ref>"http://apha.confex.com/apha/134am/techprogram/paper_136814.htm</ref> | |||
== | == Ergebnisse == | ||
Es wurde festgestellt, dass die männliche Beschneidung das Risiko von [[HIV]] nicht verringert und tatsächlich das Risiko einer Übertragung von Mann zu Frau erhöhen kann.<ref>{{REFconference | |||
|last=Castilho | |last=Castilho | ||
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|coauthors-link= | |coauthors-link= | ||
|title=Male circumcision and HIV heterosexual transmission | |title=Male circumcision and HIV heterosexual transmission | ||
|trans-title=Männliche Beschneidung und heterosexuelle HIV-Übertragung | |||
|language=Englisch | |||
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|title=Postcoital vaginal bleeding as a risk factor for transmission of the human immunodeficiency virus in a heterosexual partner study in Brazil (Rio de Janeiro Heterosexual Study Group) | |title=Postcoital vaginal bleeding as a risk factor for transmission of the human immunodeficiency virus in a heterosexual partner study in Brazil (Rio de Janeiro Heterosexual Study Group) | ||
|journal=Arch Intern Med | |trans-title=Postkoitale Vaginalblutung als Risikofaktor für die Übertragung des Human Immunodeficiency Virus in einer heterosexuellen Partnerstudie in Brasilien (Rio de Janeiro Heterosexual Study Group) | ||
|language=Englisch | |||
|journal=Arch Intern Med | |||
|date=1997 | |date=1997 | ||
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|title=Heterosexual transmission of HIV-1: a multicenter study in Rio de Janeiro, Brazil | |title=Heterosexual transmission of HIV-1: a multicenter study in Rio de Janeiro, Brazil | ||
|trans-title=Heterosexuelle Übertragung von HIV-1: eine multizentrische Studie in Rio de Janeiro, Brasilien | |||
|language=Englisch | |||
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|coauthors=Gilada I.S. | |coauthors=Gilada I.S. | ||
|title=Role of male circumcision in HIV transmission insignificant in Conjugal relationship | |title=Role of male circumcision in HIV transmission insignificant in Conjugal relationship | ||
|trans-title=Rolle der männlichen Beschneidung bei der HIV-Übertragung in ehelicher Beziehung unbedeutend | |||
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|title=Circumcision protects men from AIDS but might increase risk to women, early results suggest | |title=Circumcision protects men from AIDS but might increase risk to women, early results suggest | ||
|trans-title=Die Beschneidung schützt Männer vor AIDS, könnte aber das Risiko für Frauen erhöhen, deuten erste Ergebnisse darauf hin | |||
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}}</ref> | }}</ref> | ||
== | == Folgestudien == | ||
Unter Verwendung einer bevölkerungsbasierten Umfrage stellten Westercamp et al. (2010) untersuchten das Verhalten, die Überzeugungen und den [[HIV]]/HSV-2-Serostatus von Männern und Frauen in der traditionell nicht beschneidenden Gemeinde Kisumu, Kenia, vor der Einrichtung freiwilliger medizinischer Beschneidungsdienste für Männer. Insgesamt nahmen 749 Männer und 906 Frauen teil. Der Beschneidungsstatus war weder mit einer [[HIV]]/HSV-2-Infektion noch mit einem erhöhten Hochrisiko-Sexualverhalten verbunden. Bei Männern war die Präferenz, beschnitten zu werden oder beschnitten zu werden, mit einer unbeständigen Verwendung von Kondomen und einer erhöhten lebenslangen Anzahl von Sexualpartnern verbunden. Die Vorliebe für die Beschneidung wurde mit dem Glauben erhöht, dass beschnittene Männer weniger wahrscheinlich mit [[HIV]] infiziert werden.<ref>{{REFjournal | |||
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|title=Male Circumcision in the General Population of Kisumu, Kenya: Beliefs about Protection, Risk Behaviors, HIV, and STIs | |title=Male Circumcision in the General Population of Kisumu, Kenya: Beliefs about Protection, Risk Behaviors, HIV, and STIs | ||
|trans-title=Männliche Beschneidung in der Allgemeinbevölkerung von Kisumu, Kenia: Überzeugungen über Schutz, Risikoverhalten, HIV und STIs | |||
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== Realität == | == Realität == | ||
Eine Analyse der [[HIV]]-Prävalenz im Vergleich zum Beschneidungsstatus in Subsahara-Afrika kam zu dem Schluss, dass die männliche Beschneidung nicht mit einer reduzierten [[HIV]]-Prävalenz verbunden ist.<ref>{{REFjournal | |||
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|title=Long-term population effects of male circumcision in generalized HIV epidemics in sub-Saharan Africa | |title=Long-term population effects of male circumcision in generalized HIV epidemics in sub-Saharan Africa | ||
|trans-title=Langfristige Auswirkungen der männlichen Beschneidung auf die Bevölkerung bei generalisierten HIV-Epidemien in Subsahara-Afrika | |||
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}}</ref> | }}</ref> Eine weitere Studie zur Beschneidungsprävalenz im Vergleich zu [[HIV]] in der allgemeinen südafrikanischen Bevölkerung kam zu dem Schluss: „Die Beschneidung hatte keine schützende Wirkung auf die [[HIV]]-Übertragung.“<ref>{{REFjournal | ||
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|title=Male circumcision and its relationship to HIV infection in South Africa: results of a national survey in 2002 | |title=Male circumcision and its relationship to HIV infection in South Africa: results of a national survey in 2002 | ||
|trans-title=Männliche Beschneidung und ihre Beziehung zur HIV-Infektion in Südafrika: Ergebnisse einer nationalen Umfrage im Jahr 2002 | |||
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}}</ref> | }}</ref> Wenn die Muster kommerzieller Sexarbeiter kontrolliert werden, ist die männliche Beschneidung nicht signifikant mit einer geringeren [[HIV]]-Prävalenz verbunden.<ref>{{REFjournal | ||
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|title=Size matters: the number of prostitutes and the global HIV/AIDS pandemic | |title=Size matters: the number of prostitutes and the global HIV/AIDS pandemic | ||
|trans-title=Auf die Größe kommt es an: die Zahl der Prostituierten und die weltweite HIV/AIDS-Pandemie | |||
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}}</ref> | }}</ref>Die mathematische Wirkungsmodellierung von Beschneidung, antiretroviraler Therapie (ART) und Kondomgebrauch für Südafrika kam zu dem Schluss: „Es wurde festgestellt, dass die männliche Beschneidung einen erheblich geringeren Einfluss auf [[HIV]]-Infektionsraten und Todesraten hat als die Verwendung von Kondomen oder die antiretrovirale Therapie. ”<ref>{{REFconference | ||
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|title=The combined impact of male circumcision, condom use and HAART coverage on the HIV-1 epidemic in South Africa: a mathematical model | |title=The combined impact of male circumcision, condom use and HAART coverage on the HIV-1 epidemic in South Africa: a mathematical model | ||
|trans-title=Die kombinierte Auswirkung von männlicher Beschneidung, Kondomgebrauch und HAART-Abdeckung auf die HIV-1-Epidemie in Südafrika: ein mathematisches Modell | |||
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}}</ref> | }}</ref> Sowohl die USA als auch Afrika südlich der Sahara haben relativ hohe Inzidenzraten von [[HIV]]-Infektionen, wenn man bedenkt, dass etwa 75 % der US-Männer und etwa 70 % der Männer in Afrika südlich der Sahara beschnitten sind – höhere Prozentsätze als in den meisten anderen Regionen oder Länder mit geringerer Prävalenz von [[HIV]].<ref name="Green etal 2010">{{REFjournal | ||
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|title=Male circumcision and HIV prevention insufficient evidence and neglected external validity | |title=Male circumcision and HIV prevention insufficient evidence and neglected external validity | ||
|trans-title=Männliche Beschneidung und HIV-Prävention unzureichende Evidenz und vernachlässigte externe Validität | |||
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}}</ref> | }}</ref> | ||
Es gibt kein klares Assoziationsmuster zwischen männlicher Beschneidung und [[HIV]]-Prävalenz. In 10 von 18 Ländern ist die [[HIV]]-Prävalenz bei beschnittenen Männern höher.<ref>{{REFdocument | |||
|contribution=Levels and spread of HIV seroprevalence and associated factors: Evidence from national household surveys | |contribution=Levels and spread of HIV seroprevalence and associated factors: Evidence from national household surveys | ||
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|trans-title=DHS-Vergleichsberichte 22 | |||
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}}</ref> | }}</ref> Darüber hinaus wurde festgestellt, dass die [[HIV]]-Prävalenz bei beschnittenen Männern und Frauen bei Jungfrauen und Jugendlichen in Kenia, Lesotho und Tansania höher war.<ref>{{REFjournal | ||
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|title=Male and Female Circumcision Associated With Prevalent HIV Infection in Virgins and Adolescents in Kenya, Lesotho, and Tanzania | |title=Male and Female Circumcision Associated With Prevalent HIV Infection in Virgins and Adolescents in Kenya, Lesotho, and Tanzania | ||
|trans-title=Männliche und weibliche Beschneidung im Zusammenhang mit einer weit verbreiteten HIV-Infektion bei Jungfrauen und Jugendlichen in Kenia, Lesotho und Tansania | |||
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}}</ref> | }}</ref> | ||
[[David Gisselquist]], {{PhD}}, | [[David Gisselquist]], {{PhD}}, der Gesundheitsversorgungspraktiken in Subsahara-Afrika studiert hat, stellt fest, dass ein Großteil der Gesundheitsversorgung, insbesondere Injektionspraktiken, in Afrika unsteril ist und wahrscheinlich die Ursache dafür ist hohe Inzidenz einer [[HIV]]-Infektion. Er stellt fest, dass der Konsens, Sex zur primären Infektionsursache zu machen, in den 1980er Jahren festgestellt wurde und wahrscheinlich ungenau ist, da er der medizinischen Übertragung einer [[HIV]]-Infektion nicht genügend Gewicht beimisst.<ref name=”gisselquist2002”>{{REFjournal | ||
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|title=Non-sexual transmission of HIV has been overlooked in developing countries | |title=Non-sexual transmission of HIV has been overlooked in developing countries | ||
|trans-title=Die nicht-sexuelle Übertragung von HIV wurde in Entwicklungsländern übersehen | |||
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}}</ref> | }}</ref> Gisselquistet al. argumentiert nachdrücklich, dass statistische Beweise darauf hindeuten, dass 5/6 der [[HIV]]-Infektionen in Afrika nicht sexuell sind.<ref name=”gisselquist2003”>{{REFjournal | ||
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|title=Heterosexual transmission of HIV in Africa: an empiric estimate | |title=Heterosexual transmission of HIV in Africa: an empiric estimate | ||
|trans-title=Heterosexuelle Übertragung von HIV in Afrika: eine empirische Schätzung | |||
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|title=Running on empty: sexual co-factors are insufficient to fuel Africa's turbocharged HIV epidemic | |title=Running on empty: sexual co-factors are insufficient to fuel Africa's turbocharged HIV epidemic | ||
|trans-title=Im Leerlauf: Sexuelle Co-Faktoren reichen nicht aus, um Afrikas turbogeladene HIV-Epidemie anzuheizen | |||
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}}</ref> | }}</ref> Die männliche Beschneidung wurde vorgeschlagen, um die Inzidenz der sexuellen Übertragung von [[HIV]] zu reduzieren. In Wirklichkeit erhöht es tatsächlich die sexuelle Übertragung von [[HIV]]. Selbst wenn es funktionieren würde, wäre es gegen nicht-sexuelle Übertragung durch unsichere Gesundheitsversorgung unwirksam. Darüber hinaus könnte eine unsterile medizinische Versorgung bedeuten, dass die Beschneidungsoperation die [[HIV]]-Infektion auf den Patienten übertragen könnte.<ref>{{REFjournal | ||
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|title=Complementary factors contributing to the rapid spread of HIV-I in sub-Saharan Africa: a review | |title=Complementary factors contributing to the rapid spread of HIV-I in sub-Saharan Africa: a review | ||
|trans-title=Komplementäre Faktoren, die zur raschen Ausbreitung von HIV-I in Subsahara-Afrika beitragen: eine Überprüfung | |||
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|url=https://www.ajol.info//index.php/eamj/article/view/9293 | |url=https://www.ajol.info//index.php/eamj/article/view/9293 | ||
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== Probleme durch Förderung der Beschneidung als HIV-Präventionspolitik == | == Probleme durch Förderung der Beschneidung als HIV-Präventionspolitik == | ||
Die Tatsache, dass die [[Weltgesundheitsorganisation]] korrupt ist, ist mittlerweile bekannt: | |||
Beschneidungsbefürworter verwenden die neuesten afrikanischen Studien und die darauf basierende Billigung der WHO als Beweis „ohne vernünftigen Zweifel“, dass die Beschneidung „das Risiko von [[HIV]] verringert“. Es gibt jedoch Probleme mit der Billigung durch die WHO, da die Studien, auf denen sie basiert, verschiedene Mängel und Störfaktoren aufweisen, die ihre Glaubwürdigkeit in Frage stellen, von denen viele in diesem Artikel diskutiert werden. | |||
Auf ihrer [http://www.who.int/hiv/topics/malecircumcision/en/Website] erkennt die WHO an, dass „[männliche] Beschneidung nur teilweisen Schutz bietet“ und dass dies der Fall sein sollte Teil eines ''umfassenden [[HIV]]-Präventionspakets'''', das [[HIV]]-Test- und Beratungsdienste, die Behandlung von STD-Infektionen, die Förderung von Safer-Sex-Praktiken und die Bereitstellung von Kondomen und deren Förderung umfasst korrekter und konsequenter Gebrauch. | |||
[[Robert S. Van Howe|Van Howe]] & Boyle (2018) wiesen auf zahlreiche Gründe hin, warum man die veröffentlichten Ergebnisse der randomisierten klinischen Studien (RCTs) anzweifeln sollte.<ref name= "vanhowe2018">{{REFjournal | |||
[[Robert S. Van Howe|Van Howe]] & Boyle (2018) | |||
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|trans-title=Meta-Analyse von HIV-Erwerbsstudien unvollständig und instabil | |||
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|quote= | |quote=Angesichts der Wirksamkeit von Kondomen, des Fehlens konsistenter Ergebnisse auf nationaler Ebene, der methodisch fehlerhaften RCTs, des Mangels an translationaler Forschung und der beeindruckenden potenziellen Aufnahme und Wirksamkeit der Präexpositionsprophylaxe sollte die Beschneidung als Intervention zur Verhinderung einer HIV-Infektion behandelt werden mit größerer Skepsis. | ||
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[[George C. Denniston]], {{MD}}, {{MPH}}, | [[George C. Denniston]], {{MD}}, {{MPH}}, der Präsident von [[Doctors Opposing Circumcision]] hat in einem Brief an Botschafterin Deborah L. Birx, {{MD}}, {{MPH}}, (2020), die Leiterin des Notfallplans des Präsidenten für die AIDS-Hilfe (PEPFAR) aufgerufen, [[ PEPFAR]], die Bereitstellung männlicher [[Beschneidung]] auszusetzen, weil sie unwirksam ist und die Aufnahme einer [[HIV]]-Infektion aufgrund des Verlusts der [[immunologischen und schützenden Funktion der Vorhaut] erhöhen kann immunologischen Schutz]] der [[Vorhaut]] und sich auf die Bereitstellung von antiretroviraler Therapie und Kondomen zu konzentrieren.<ref name="denniston2020">{{REFdocument | ||
|title=World Health Organization, HIV, and male circumcision | |title=World Health Organization, HIV, and male circumcision | ||
|trans-title=Weltgesundheitsorganisation, HIV und männliche Beschneidung | |||
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Fisch et al. (2020), die für das [[VMMC Experience Project]] sprach, veröffentlichte einen Artikel, der das PEPFAR-Programm zur Beschneidung afrikanischer Männer als rassistisch und neokolonialistisch beschrieb.<ref name="fish2020">{{REFjournal | |||
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|title=A new Tuskegee? Unethical human experimentation and Western neocolonialism in the mass circumcision of African men | |title=A new Tuskegee? Unethical human experimentation and Western neocolonialism in the mass circumcision of African men | ||
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=== September 2021 === | === September 2021 === | ||
September 2021 | Im September 2021 wurden zwei große Bevölkerungsstudien über die Beziehung zwischen Beschneidung und [[HIV]]-Infektion veröffentlicht. | ||
Mayan et al. (2021) | Mayan et al. (2021) führten eine massive empirische Studie über die männliche Bevölkerung der Provinz Ontario, [[Kanada]] (569.950 Männer) durch, von denen 203.588 (35,7%) zwischen 1991 und 2017 beschnitten wurden. Die Studie kam zu dem Schluss, dass der Beschneidungsstatus ist nicht im Zusammenhang mit dem Risiko einer [[HIV]]-Infektion.<ref name="mayan2021">{{REFjournal | ||
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|title=Circumcision and Risk of HIV Among Males From Ontario, Canada | |title=Circumcision and Risk of HIV Among Males From Ontario, Canada | ||
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|url=https://www.auajournals.org/doi/pdf/10.1097/JU.0000000000002234 | |url=https://www.auajournals.org/doi/pdf/10.1097/JU.0000000000002234 | ||
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}}</ref> | }}</ref> | ||
[[Morten Frisch]] | [[Morten Frisch]] und Jacob Simonsen (2021) führten in [[Dänemark]] eine groß angelegte empirische Bevölkerungsstudie mit 855.654 Männern über den angeblichen Wert der männlichen Beschneidung zur Vorbeugung von [[HIV]] und anderen sexuell übertragbaren Infektionen bei Männern durch . Sie fanden heraus, dass beschnittene Männer insgesamt eine höhere Rate an STI- und [[HIV]]-Infektionen haben als [[intakte]] Männer.<ref name="frisch2021">{{FrischM SimonsenJ 2021}}</ref> | ||
Es gibt jetzt glaubwürdige Beweise dafür, dass die massiven, teuren afrikanischen Beschneidungsprogramme bei der Verhinderung einer [[HIV]]-Infektion „nicht“ wirksam waren. | |||
== Erhöhtes Risiko für Frauen == | == Erhöhtes Risiko für Frauen == | ||
Eine kürzlich durchgeführte prospektive Studie<ref>{{REFjournal | |||
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|title=Men’s circumcision status and women’s risk of HIV acquisition in Zimbabwe and Uganda | |title=Men’s circumcision status and women’s risk of HIV acquisition in Zimbabwe and Uganda | ||
|trans-title=Beschneidungsstatus von Männern und HIV-Infektionsrisiko für Frauen in Simbabwe und Uganda | |||
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}}</ref> | }}</ref> zeigte, dass die männliche Beschneidung Frauen keinen Schutz bot, und eine RCCT<ref>{{REFjournal | ||
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|trans-title=Beschneidung bei HIV-infizierten Männern und ihre Wirkung auf die HIV-Übertragung auf weibliche Partner in Rakai, Uganda: eine randomisierte kontrollierte Studie | |||
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}}</ref> | }}</ref> ergab, dass die männliche Beschneidung das Risiko für Frauen tatsächlich erhöhte. Frauen sind auch einem größeren Risiko durch unsichere Sexpraktiken ausgesetzt, wenn sie oder ihre beschnittenen männlichen Partner fälschlicherweise glauben, dass sie durch die Beschneidung immun gegen [[HIV]] sind und sich daher dafür entscheiden, keine Kondome zu verwenden.<ref>{{REFweb | ||
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|title=Uganda turns to mass circumcision in AIDS fıght | |title=Uganda turns to mass circumcision in AIDS fıght | ||
|trans-title=Uganda wendet sich im Kampf gegen AIDS der Massenbeschneidung zu | |||
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|publisher=Reuters Africa | |publisher=Reuters Africa | ||
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}}</ref><ref>{{REFweb | }}</ref><ref>{{REFweb | ||
|title=Circumcision gives men an excuse not to use condoms | |title=Circumcision gives men an excuse not to use condoms | ||
|trans-title=Die Beschneidung gibt Männern eine Ausrede, keine Kondome zu benutzen | |||
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}}</ref> | }}</ref> | ||
Es gibt berechtigte zusätzliche Bedenken in Bezug auf: | |||
* | * Wie männliche Beschneidungsprogramme oder Beschneidung menschliches Verhalten beeinflussen. | ||
* | * Das Abseitsstellen von Frauen, wenn man die männliche Beschneidung als Präventionsmethode betrachtet. | ||
* | * Die Tendenz sowohl von Männern als auch von Frauen, einer technischen Lösung unangemessene Macht zuzuschreiben, was eine Frage der menschlichen Kontrolle bleiben muss, wie bei der Verwendung von Kondomen und anderen Safer-Sex-Praktiken.<ref name="Green etal 2010"/> | ||
== Effektive Vorbeugung == | == Effektive Vorbeugung == | ||
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|+ | |+ Geschätztes Risiko pro Handlung für die Ansteckung<br> mit [[HIV]] nach Expositionsweg (nur USA)<ref name=MMWR3>{{REFjournal | ||
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|title=Antiretroviral Postexposure Prophylaxis After Sexual, Injection-Drug Use, or Other Nonoccupational Exposure to HIV in the United States | |title=Antiretroviral Postexposure Prophylaxis After Sexual, Injection-Drug Use, or Other Nonoccupational Exposure to HIV in the United States | ||
|trans-title=Antiretrovirale Postexpositionsprophylaxe nach sexuellem, injizierendem Drogenkonsum oder anderer nichtberuflicher Exposition gegenüber HIV in den Vereinigten Staaten | |||
|language=Englisch | |||
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! style="width: 100px" abbr=" | ! style="width: 100px" abbr="Weg" | Kontaktweg | ||
! style="width: 130px" abbr=" | ! style="width: 130px" abbr="Infektion" | Geschätzte Infektionen<br>pro 10.000 Kontakte<br>mit einer infizierten Quelle | ||
|- | |- | ||
! style="text-align:left"| | ! style="text-align:left"| Bluttransfusion | ||
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|title=Infection with human immunodeficiency virus type 1 (HIV-1) among recipients of antibody-positive blood donations | |title=Infection with human immunodeficiency virus type 1 (HIV-1) among recipients of antibody-positive blood donations | ||
|journal=Ann | |trans-title=Infektion mit dem humanen Immunschwächevirus Typ 1 (HIV-1) bei Empfängern von Antikörper-positiven Blutspenden | ||
|language=Englisch | |||
|journal=Ann Intern Med | |||
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! style="text-align:left"| | ! style="text-align:left"| Geburt <small>(zum Kind)</small> | ||
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|title=Antiretroviral agents—how best to protect infants from HIV and save their mothers from AIDS | |title=Antiretroviral agents—how best to protect infants from HIV and save their mothers from AIDS | ||
|journal=N | |trans-title=Antiretrovirale Wirkstoffe – wie man Säuglinge am besten vor HIV und ihre Mütter vor AIDS schützt | ||
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|journal=N Engl J Med | |||
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! style="text-align:left"| | ! style="text-align:left"|gemeinsam genutzte Injektionsnadeln Drogenkonsum | ||
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|title=HIV incidence among New Haven needle exchange participants: updated estimates from syringe tracking and testing data | |title=HIV incidence among New Haven needle exchange participants: updated estimates from syringe tracking and testing data | ||
|journal=J | |trans-title=HIV-Inzidenz unter Teilnehmern des Nadelaustauschs in New Haven: aktualisierte Schätzungen aus Spritzenverfolgungs- und Testdaten | ||
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|journal=J Acquir Immune Defic Syndr Hum Retrovirol | |||
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! style="text-align:left"| | ! style="text-align:left"| Perkutaner Nadelstich | ||
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|title=Occupational risk of human immunodeficiency virus infection in healthcare workers: an overview | |title=Occupational risk of human immunodeficiency virus infection in healthcare workers: an overview | ||
|trans-title=Berufliches Risiko einer Infektion mit dem humanen Immundefizienzvirus bei Beschäftigten im Gesundheitswesen: ein Überblick | |||
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! style="text-align:left"| | ! style="text-align:left"| Empfänglicher Analverkehr<sup>*</sup> | ||
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|last=European Study Group on Heterosexual Transmission of HIV | |last=European Study Group on Heterosexual Transmission of HIV | ||
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|title=Comparison of female to male and male to female transmission of HIV in 563 stable couples | |title=Comparison of female to male and male to female transmission of HIV in 563 stable couples | ||
|trans-title=Vergleich der HIV-Übertragung von Frau zu Mann und von Mann zu Frau bei 563 stabilen Paaren | |||
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|title=Reducing the risk of sexual HIV transmission: quantifying the per-act risk for HIV on the basis of choice of partner, sex act, and condom use | |title=Reducing the risk of sexual HIV transmission: quantifying the per-act risk for HIV on the basis of choice of partner, sex act, and condom use | ||
|trans-title=Verringerung des Risikos einer sexuellen HIV-Übertragung: Quantifizierung des HIV-Risikos pro Akt auf der Grundlage der Partnerwahl, des Sexualakts und der Verwendung von Kondomen | |||
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! style="text-align:left"| | ! style="text-align:left"| Einführender Analverkehr<sup>*</sup> | ||
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! style="text-align:left"| | ! style="text-align:left"| Rezeptiver Penis-Vaginalverkehr<sup>*</sup> | ||
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|title=Heterosexual transmission of human immunodeficiency virus: variability of infectivity throughout the course of infection. European Study Group on Heterosexual Transmission of HIV | |title=Heterosexual transmission of human immunodeficiency virus: variability of infectivity throughout the course of infection. European Study Group on Heterosexual Transmission of HIV | ||
|trans-title=Heterosexuelle Übertragung des humanen Immunschwächevirus: Variabilität der Infektiosität im Verlauf der Infektion. Europäische Studiengruppe zur heterosexuellen Übertragung von HIV | |||
|language=Englisch | |||
|journal=Am J Epidemiol | |journal=Am J Epidemiol | ||
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|- | |- | ||
! style="text-align:left"| | ! style="text-align:left"| Einführender Penis-Vaginalverkehr<sup>*</sup> | ||
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! style="text-align:left"| | ! style="text-align:left"| Rezeptiver Oralverkehr<sup>*§</sup> | ||
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! style="text-align:left"| | ! style="text-align:left"| Einführender Oralverkehr<sup>*§</sup> | ||
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! colspan=5 style="border-right:0;"| <sup>*</sup> | ! colspan=5 style="border-right:0;"| <sup>*</sup> kein Kondom verwendet (Annahme)<br><sup>§</sup> Quelle bezieht sich auf Oralverkehr<br>an einem Mann | ||
|} | |} | ||
Die drei Hauptübertragungswege von [[HIV]] sind [[sexueller Kontakt]], Exposition gegenüber infizierten Körperflüssigkeiten oder Geweben und von der Mutter auf [[Fötus]] oder Kind während der [[perinatalen]] Periode. Es ist möglich, [[HIV]] in [[Speichel]], [[Tränen]] und [[Urin]] von infizierten Personen zu finden, aber es gibt keine aufgezeichneten Fälle von Infektionen durch diese Sekrete und das Risiko einer Infektion ist vernachlässigbar.<ref>{{REFweb | |||
|url=http://www.avert.org/aids.htm | |url=http://www.avert.org/aids.htm | ||
|title=Facts about AIDS & HIV | |title=Facts about AIDS & HIV | ||
|trans-title=Fakten zu AIDS & HIV | |||
|language=Englisch | |||
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|accessdate=2007-11-30 | |accessdate=2007-11-30 | ||
}}</ref> | }}</ref> Die antiretrovirale Behandlung (ART) infizierter Patienten verringert auch signifikant ihre Fähigkeit, [[HIV]] auf andere zu übertragen, indem sie die Virusmenge in ihren Körperflüssigkeiten auf ein nicht nachweisbares Niveau reduziert.<ref>[http://www.npr.org/templates/story/story.php?storyId=128495103 NPR.org]</ref><ref name="denniston2020"/> | ||
{{SEEALSO}} | {{SEEALSO}} | ||
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|url=http://www.nocirc.org/publish/11-HIV.pdf | |url=http://www.nocirc.org/publish/11-HIV.pdf | ||
|title=Answers To Your Questions About Circumcision and HIV/AIDS | |title=Answers To Your Questions About Circumcision and HIV/AIDS | ||
|trans-title= | |trans-title=Antworten auf Ihre Fragen zu Beschneidung und HIV/AIDS | ||
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|title=International Contractors are Profiteering from New Circumcision Devices | |title=International Contractors are Profiteering from New Circumcision Devices | ||
|trans-title= | |trans-title=Internationale Auftragnehmer profitieren von neuen Beschneidungsgeräten | ||
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