Kanada: Unterschied zwischen den Versionen
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|title=Canadian Urological Association guideline on the care of the normal foreskin and neonatal circumcision in Canadian infants (abridged version) | |title=Canadian Urological Association guideline on the care of the normal foreskin and neonatal circumcision in Canadian infants (abridged version) | ||
|trans-title=Leitlinie der Canadian Urological Association zur Pflege der normalen Vorhaut und Neugeborenenbeschneidung bei kanadischen Säuglingen (gekürzte Version) | |||
|language=Englisch | |||
|journal=Can Urol Assoc J | |journal=Can Urol Assoc J | ||
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In Kanada wurden verschiedene durch Beschneidung verursachte Todesfälle gemeldet, einer in British Columbia und zwei in Ontario. Es mag andere geben, weil [[Tod]] durch Beschneidung möglicherweise nicht richtig gemeldet wird. | In Kanada wurden verschiedene durch Beschneidung verursachte Todesfälle gemeldet, einer in British Columbia und zwei in Ontario. Es mag andere geben, weil [[Tod]] durch Beschneidung möglicherweise nicht richtig gemeldet wird. | ||
* Chino Burrell: 7 Monate alt, [[ | * Chino Burrell: 7 Monate alt, [[Todesopfer|Tod durch Beschneidung]], [https://www.sickkids.ca/ Hospital for Sick Children], Toronto, Ontario, Kanada, 9. Juni 1974. | ||
* {{REFweb | * {{REFweb | ||
|url=http://www.circumstitions.com/death-exsang.html | |url=http://www.circumstitions.com/death-exsang.html | ||
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Siehe auch: [[ | Siehe auch: [[Todesopfer]]. | ||
== Nicht-therapeutische Beschneidung und kanadisches Recht == | == Nicht-therapeutische Beschneidung und kanadisches Recht == | ||
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Wenn ein Elternteil oder ein stellvertretender Entscheidungsträger der Ansicht ist, dass es im besten Interesse des Kindes ist, sich einer Behandlung zu unterziehen, kann es zu einem Konflikt zwischen diesem Privileg und dem Grundrecht auf Sicherheit der gemäß | Wenn ein Elternteil oder ein stellvertretender Entscheidungsträger der Ansicht ist, dass es im besten Interesse des Kindes ist, sich einer Behandlung zu unterziehen, kann es zu einem Konflikt zwischen diesem Privileg und dem Grundrecht auf Sicherheit der gemäß Artikel 7 der Charta geschützten Person kommen. Da die Eingriffsbefugnis des Staates weitreichend ist und dauerhaft sein kann, wurde die elterliche Entscheidungsfindung durch die Charta geschützt. Dennoch hat der Gerichtshof festgestellt, dass die Rechte der Eltern nicht absolut sind und dass der Staat eingreifen wird, wenn die Notwendigkeit nachgewiesen wird. | ||
Artikel 7 der Charta gewährt jedem ein gewisses Maß an Autonomie bei Entscheidungen, die sein Privatleben betreffen, einschließlich derjenigen, die eine medizinische Behandlung betreffen. Der Schutz der Sicherheit der Person ist so grundlegend, dass eine medizinische Behandlung, die ohne die Einwilligung des Patienten nach Aufklärung durchgeführt wird, einer Batterie gleichkommen kann. Wenn ein Arzt im Zusammenhang mit der Beschneidung eine routinemäßige Neugeborenenbeschneidung ohne die Zustimmung der Eltern durchführt, kann dieser Arzt für kriminelle Angriffe sowie für Schäden haftbar gemacht werden, die aus ihrer oder seiner Fahrlässigkeit resultieren ([[Margaret A. Somerville|Somerville]], 2000). | |||
Angesichts der Tatsache, dass ein Teil der medizinischen Gemeinschaft zugestimmt hat, dass die routinemäßige männliche Beschneidung nicht therapeutisch ist und dass sie an und für sich eine schädliche Praxis sein kann, ist es vertretbar, dass sie, wenn sie aus nicht therapeutischen Gründen an Neugeborenen durchgeführt wird, gemäß [https://www.justice.gc.ca/eng/csj-sjc/rfc-dlc/ccrf-ccdl/check/art7.html Artikel 7] eine Verletzung der Rechte des Kindes darstellt. Wie die [[Deklaration des Ersten Internationalen Symposiums zur Beschneidung (1989)|Erklärung des Ersten Internationalen Symposiums zur Beschneidung]] bestätigt: „Eltern und/oder Erziehungsberechtigte haben nicht das Recht, der chirurgischen Entfernung oder Veränderung der normalen Genitalien ihrer Kinder zuzustimmen.“ Die Erklärung fügt hinzu, dass die einzige Person, die medizinisch unnötigen Verfahren an sich selbst zustimmen kann, diejenige Person ist, die einen Lebensabschnitt erreicht hat, in dem sie oder er einwilligen kann, und nur dann, wenn sie vollständig über die Risiken und Vorteile des Verfahrens informiert ist. Beachten Sie jedoch, dass die Erklärung kein verbindliches Rechtsinstrument ist. | Angesichts der Tatsache, dass ein Teil der medizinischen Gemeinschaft zugestimmt hat, dass die routinemäßige männliche Beschneidung nicht therapeutisch ist und dass sie an und für sich eine schädliche Praxis sein kann, ist es vertretbar, dass sie, wenn sie aus nicht therapeutischen Gründen an Neugeborenen durchgeführt wird, gemäß [https://www.justice.gc.ca/eng/csj-sjc/rfc-dlc/ccrf-ccdl/check/art7.html Artikel 7] eine Verletzung der Rechte des Kindes darstellt. Wie die [[Deklaration des Ersten Internationalen Symposiums zur Beschneidung (1989)|Erklärung des Ersten Internationalen Symposiums zur Beschneidung]] bestätigt: „Eltern und/oder Erziehungsberechtigte haben nicht das Recht, der chirurgischen Entfernung oder Veränderung der normalen Genitalien ihrer Kinder zuzustimmen.“ Die Erklärung fügt hinzu, dass die einzige Person, die medizinisch unnötigen Verfahren an sich selbst zustimmen kann, diejenige Person ist, die einen Lebensabschnitt erreicht hat, in dem sie oder er einwilligen kann, und nur dann, wenn sie vollständig über die Risiken und Vorteile des Verfahrens informiert ist. Beachten Sie jedoch, dass die Erklärung kein verbindliches Rechtsinstrument ist. | ||
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=== Rechtsstreit === | === Rechtsstreit === | ||
Die „New York Post“ (2019) berichtet, dass eine Kanadierin afrikanischer Abstammung ihren neun Tage alten Sohn in die [https://www.vemcregina.com/Victoria East Medical Clinic] in Regina, SK, brachte, damit er dort beschnitten werde. Im Zuge der Beschneidung wurde ihm angeblich die Penisspitze abgeschnitten. Ein Krankenwagen wurde gerufen, aber das [http://www.rqhealth.ca/facilities/regina-general-hospital Regina General Hospital] konnte den abgetrennten Teil nicht wieder anbringen. | |||
Die Familie hat [https://ca.linkedin.com/in/kolade-oladokun-llb-llm-bl-827886114 Kolade Oladokun] beauftragt, der eine Klage eingereicht hat.<ref>{{REFnews | |||
|title= Canadian woman sues after tip of son’s penis cut off in circumcision | |title= Canadian woman sues after tip of son’s penis cut off in circumcision | ||
|url=https://nypost.com/2019/08/19/canadian-woman-sues-after-tip-of-sons-penis-cut-off-in-circumcision/ | |url=https://nypost.com/2019/08/19/canadian-woman-sues-after-tip-of-sons-penis-cut-off-in-circumcision/ | ||
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}}</ref> | }}</ref> | ||
== | == Kanada und die Beschneidung im 21. Jahrhundert == | ||
Jackie Smith (2002) | Jackie Smith (2002) diskutierte den wachsenden Konsens gegen nicht-therapeutische Kinderbeschneidung.<ref name="smith2002">{{REFnews | ||
|title=The growing consensus against circumcision | |title=The growing consensus against circumcision | ||
|url=http://www.cirp.org/news/nationalpost08-30-02a/ | |url=http://www.cirp.org/news/nationalpost08-30-02a/ | ||
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}}</ref> | }}</ref> | ||
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts zahlte nur noch der Manitoba Health Insurance Plan (HIP) die nicht-therapeutische Beschneidung, was jedoch 2006 eingestellt wurde. | |||
Saskatchewan | Saskatchewan hatte eine Inzidenz von Beschneidungen von 27,6 Prozent in den Jahren 2000 und 2001. Das Saskatchewan College of Physicians and Surgeons sagte 2002, dass dies viel zu hoch sei und erheblich reduziert werden sollte. Der Kurator, Dr. Dennis Kimble, sagte: „Sie [die Ärzte] sind nicht verpflichtet, ein Verfahren durchzuführen, nur weil die Eltern es wollen.“<ref>{{REFnews | ||
|title=Sask. college wants circumcision rates reduced | |title=Sask. college wants circumcision rates reduced | ||
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Die [https://www.canada.ca/en/public-health.html Public Health Agency of Canada] führte 2006-2007 eine Umfrage zu den Geburtserfahrungen von Müttern durch. Punkt 38 war die nichttherapeutische Beschneidung männlicher Säuglinge. (Siehe Seite 224-225.) | |||
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Unter den Frauen mit einem männlichen Baby gaben 31,9 % (95 %-KI: 30,3–33,6) an, ihr Baby beschnitten zu haben. Es gab deutliche regionale Unterschiede in der Beschneidung. In den 10 Gerichtsbarkeiten, in denen mindestens fünf Beschneidungen gemeldet wurden, lag der Anteil der Frauen, die angaben, ihr männliches Baby beschneiden zu lassen, zwischen 44,3 % (95 %-KI: 39,2–49,4) in Alberta und 43,7 % (95 %-KI: 40,6–46,8) in Ontario bis zu 9,7 %† (95 % KI: 5,2–14,2) in den Northwest Territories und 6,8 %† (95 % KI: 3,6–10,0) in Nova Scotia.<ref>{{REFdocument | |||
|title=What Mothers Say: The Canadian Maternity Experiences Survey | |title=What Mothers Say: The Canadian Maternity Experiences Survey | ||
|url=https://www.canada.ca/content/dam/phac-aspc/migration/phac-aspc/rhs-ssg/pdf/survey-eng.pdf | |url=https://www.canada.ca/content/dam/phac-aspc/migration/phac-aspc/rhs-ssg/pdf/survey-eng.pdf | ||
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In | In allen Provinzen und Territorien wird nur eine Minderheit der Jungen beschnitten. Die Inzidenz der Beschneidung in Labrador und Neufundland soll gegen Null gehen.<ref>{{REFweb | ||
|url=https://momlovesbest.com/choosing-circumcision | |url=https://momlovesbest.com/choosing-circumcision | ||
|title=Circumcision: Pros and Cons | |title=Circumcision: Pros and Cons | ||
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}}</ref> | }}</ref> | ||
Die oben erwähnte Umfrage liefert die neuesten verfügbaren Statistiken über das Auftreten von nicht-therapeutischer Kinderbeschneidung in Kanada. Es ist wahrscheinlich, dass die Inzidenz der Beschneidung aus folgenden Gründen weiter zurückgegangen ist, seit die Umfrage durchgeführt wurde: | |||
* | * Der langfristige Trend bei der Inzidenz von Beschneidungen in Kanada ist rückläufig. | ||
* | * Die Krankenkassen (HIPs) unterstützen keine nicht-therapeutische Beschneidung. | ||
* | * Das Verhältnis von intakten Vätern zu beschnittenen Vätern verändert sich hin zu mehr intakten Vätern und weniger beschnittenen Vätern. Jungen, die nach Beginn des Rückgangs der Beschneidung geboren wurden und intakt sind, erreichen jetzt das Alter, in dem sie Familien gründen und Väter werden. Intakte Männer wollen normalerweise nicht, dass ein Sohn beschnitten wird, also lassen sie normalerweise keinen Sohn beschneiden.<ref name="rediger-muller2013"/> Dies wird zu einem weiteren Rückgang der Beschneidungsinzidenz führen. | ||
* | * Die Umfrage ergab, dass die Inzidenz der Beschneidung auf Prince Edward Island 38 Prozent betrug. Ein kürzlich veröffentlichter Bericht weist darauf hin, dass die nicht-therapeutische Beschneidung von Jungen auf P.E.I. nicht mehr verfügbar ist. weil kein Praktiker die nichttherapeutische [[Amputation]] eines Teils des Penis eines Jungen durchführen wird.<ref>{{REFnews | ||
|title=Mom 'enraged' she can't find doctor to perform circumcision on P.E.I. | |title=Mom 'enraged' she can't find doctor to perform circumcision on P.E.I. | ||
|url=https://www.cbc.ca/news/canada/prince-edward-island/p-e-i-no-doctors-circumcision-1.5187284 | |url=https://www.cbc.ca/news/canada/prince-edward-island/p-e-i-no-doctors-circumcision-1.5187284 | ||
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}}</ref> | }}</ref> | ||
* | * Die meisten Krankenhäuser bieten keine nicht-therapeutische Beschneidung an, das [https://www.wrh.on.ca/ Windsor Regional Hospital] ist jedoch eine Ausnahme von der allgemeinen Regel. Das Windsor Regional Hospital fördert immer noch medizinisch unnötige, nicht-therapeutische Beschneidungen an Eltern normaler, gesunder männlicher Säuglinge in offensichtlicher Verletzung der Rechte des Säuglings gemäß [https://www.justice.gc.ca/eng/csj-sjc/rfc-dlc/ccrf-ccdl/check/art7.html Artikel 7]. Es wird berichtet, dass das Krankenhaus 51 Prozent der im Krankenhaus geborenen Jungen beschneidet. Dies ist weitaus höher als die Inzidenz von nicht-therapeutischer Beschneidung anderswo in Ontario und Kanada.<ref>{{REFnews | ||
|title=Circumcisions spark debate | |title=Circumcisions spark debate | ||
|url=http://www.cirp.org/news/windsorstar03-19-05/ | |url=http://www.cirp.org/news/windsorstar03-19-05/ | ||
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|date=2005-03-19 | |date=2005-03-19 | ||
|accessdate=2021-07-22 | |accessdate=2021-07-22 | ||
|quote=Dr. Tony Hammer, | |quote=Dr. Tony Hammer, ein Hausarzt aus Windsor, sagte, seine Kollegen könnten das medizinisch unnötige Verfahren nur durchführen, um Geld zu verdienen. […] Es gibt einen finanziellen Anreiz für Ärzte, und ich frage mich, ob sie ihre Patienten umfassend über einen Mangel an medizinischer Notwendigkeit informieren. | ||
}}</ref> | }}</ref> | ||
DeMaria et al. (2013) | DeMaria et al. (2013) befragten Ärzte im Südwesten Ontarios, die immer noch Beschneidungen durchführen. Sie folgerten aus ihrer Umfrage: | ||
{{Zitat | |||
|Text=Unsere Umfrageergebnisse zeigen, dass die meisten Ärzte, die Neugeborenenbeschneidungen in unserer Gemeinde durchführen, eine informelle und unstrukturierte Schulung erhalten haben. Dieser Mangel an formaler Anleitung kann die Komplikationen und unbefriedigenden Ergebnisse erklären, die in unserer kinderurologischen Praxis beobachtet wurden. Viele Praktiker sind sich der Kontraindikationen für die Beschneidung von Neugeborenen nicht bewusst und die meisten Nicht-Chirurgen führen das Verfahren durch, ohne in der Lage zu sein, mit den üblichen postoperativen Komplikationen fertig zu werden. | |||
|ref=<ref name="demaria2013"> | |||
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|DOI=https://doi.org/10.5489/cuaj.200 | |DOI=https://doi.org/10.5489/cuaj.200 | ||
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|Autor=DeMaria et al. (2013) | |||
}} | |||
Stand 2022 ist [[Kostenübernahme]] für nicht-therapeutische [[Beschneidung]] seit 2006 nirgendwo in Kanada mehr verfügbar. Darüber hinaus wird in den meisten Krankenhäusern keine nichttherapeutische Beschneidung durchgeführt,<ref name="jamesloewen2019"/> so dass Eltern, die einen Jungen beschneiden lassen möchten, den Jungen in die Praxis eines Praktikers bringen müssen, der auf nichttherapeutische männliche Beschneidung spezialisiert ist, und außerdem aus eigener Tasche bezahlen müssen. Beispielsweise belaufen sich die Kosten für die Beschneidung eines neugeborenen Jungen in New Brunswick auf 425 CAD und reichen bis zu 1.500 CAD für einen Teenager oder Erwachsenen.<ref>{{REFweb | |||
|url=https://gentleproceduresnb.ca/circumcision/cost-how-much/ | |url=https://gentleproceduresnb.ca/circumcision/cost-how-much/ | ||
|title=Circumcision Pricing & Insurance Coverage | |title=Circumcision Pricing & Insurance Coverage | ||
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}}</ref> | }}</ref> | ||
Die Prävalenz der Beschneidung ist bei älteren Männern höher, aber niedriger bei jüngeren Männern. Da ältere, meist beschnittene Männer sterben und in der Bevölkerung durch jüngere, meist intakte Männer ersetzt werden, nimmt die Gesamtprävalenz beschnittener Männer in Kanada allmählich ab. Intakte Männer wollen normalerweise nicht, dass ihr Sohn beschnitten wird,<ref name="brown-brown1987"/><ref name="rediger-muller2013"/> daher ist die Nachfrage nach Beschneidung in Kanada rückläufig. | |||
Mayan et al. (2021) | Mayan et al. (2021) führten eine umfangreiche empirische Studie über die männliche Bevölkerung der Provinz Ontario, Kanada (mit 569.950 männlichen Probanden) durch, von denen 203.588 (35,7 %) zwischen 1991 und 2017 beschnitten wurden. Die Studie kam zu dem Schluss, dass der Beschneidungsstatus nicht mit dem Risiko einer [[HIV]]-Infektion zusammenhängt.<ref name="mayan2021">{{REFjournal | ||
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|url=https://www.auajournals.org/doi/pdf/10.1097/JU.0000000000002234 | |url=https://www.auajournals.org/doi/pdf/10.1097/JU.0000000000002234 | ||
|quote= | |quote=Wir fanden heraus, dass die Beschneidung bei Männern aus Ontario, Kanada, nicht unabhängig mit dem Risiko verbunden war, [[HIV]] zu bekommen. | ||
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Schröder et al. (2021) | Schröder et al. (2021) überprüften die Erfahrungen des [https://www.sickkids.ca Hospital for Sick Children] in Toronto in Bezug auf beschneidungsbedingte Notaufnahmen zwischen 2000 und 2013. Sie fanden heraus, dass 19 zuvor gesunde Neugeborene eine Notaufnahme wegen Komplikationen der Beschneidung hatten. Die Aufzeichnungen von Patienten, die gestorben waren, wurden durchsucht, um diejenigen zu identifizieren, die beschnitten worden waren. | ||
Vier der Jungen hatten Blutungen nach der Beschneidung. Bei vier der Jungen wurde die Eichel amputiert. Zwei zuvor gesunde Jungen starben.<ref name="shroder2021">{{REFjournal | |||
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|accessdate=2022-01-15 | |accessdate=2022-01-15 | ||
}}</ref> | }}</ref> Basierend auf den bereitgestellten Daten liegt die geschätzte Todesrate bei einem toten Jungen pro 84.000 Beschneidungen. | ||
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[[Christopher Guest]], {{MD}}, {{FRCPC}}, | [[Christopher Guest]], {{MD}}, {{FRCPC}}, aus Barrie, ON, diskutiert Beschneidung in Kanada: | ||
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* [[Circumcision: The Whole Story]] | * [[Circumcision: The Whole Story]] | ||
* [[Child Circumcision: Rites or Rights?]] | * [[Child Circumcision: Rites or Rights?]] | ||
* [[ | * [[Vorhaut]] | ||
* [[2020 USA & Canada Circumcision Crisis Protests]] | * [[2020 USA & Canada Circumcision Crisis Protests]] | ||