Kanada: Unterschied zwischen den Versionen
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== Stellungnahmen medizinischer Fachgesellschaften == | == Stellungnahmen medizinischer Fachgesellschaften == | ||
=== Canadian Pediatric Society (CPS) === | === Canadian Pediatric Society (CPS) === | ||
Die [[Canadian Pediatric Society]] (CPS) nahm 1975 Stellung gegen die nicht-therapeutische Beschneidung von Jungen und erklärte, sie habe "keine medizinische Indikation" und sei eine "obsolete Operation".<ref name="cps1975"/> | Die [[Canadian Pediatric Society]] (CPS) nahm 1975 Stellung gegen die nicht-therapeutische Beschneidung von Jungen und erklärte, sie habe "keine medizinische Indikation" und sei eine "obsolete Operation".<ref name="cps1975"/> | ||
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}} | }} | ||
== Verfügbarkeit der Kostenübernahme == | |||
== | Kanada hat vierzehn Einzelzahler-Krankenversicherungspläne (HIP, ''health insurance plan'') – einen für jede der zehn Provinzen und drei Territorien und einen 14. Plan für Regierungsangestellte. Der HIP von British Columbia hörte in den 1980er Jahren auf, für nicht-therapeutische Beschneidungen zu zahlen. Der Ontario HIP stellte im Juli 1995 die Zahlung für nicht-therapeutische Beschneidung ein; Saskatchewan hörte 1996 auf. Nach und nach hörten alle anderen HIPs auf, für nicht-therapeutische Beschneidungen zu zahlen. Im Jahr 2006 war Manitoba HIP der letzte, der aufhörte, aber erst, nachdem der falsche Junge im [http://www.sbgh.mb.ca/ St. Boniface Hospital] beschnitten worden war.<ref>{{REFnews | ||
|title=Circumcision mix-up | |title=Circumcision mix-up | ||
|url=http://www.cirp.org/news/canadacom11-18-05/ | |url=http://www.cirp.org/news/canadacom11-18-05/ | ||
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}}</ref> | }}</ref> | ||
[[ | [[Kostenübernahme]] für nicht-therapeutische Beschneidung ist derzeit nirgendwo in Kanada verfügbar.<ref name="jamesloewen2019">[[James Loewen]] (2019). Persönliche Kommunikation.</ref> Eltern, die einen Sohn beschneiden lassen möchten, müssen die Kosten der Beschneidung aus eigener Tasche bezahlen.<ref name="rediger-muller2013">{{REFjournal | ||
|last=Rediger | |last=Rediger | ||
|first=Chris | |first=Chris | ||
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}}</ref> | }}</ref> | ||
== | == Gründe für Beschneidung == | ||
Brown & Brown (1987) und Rediger & Muller (2013), die in Saskatoon arbeiteten, stellten fest, dass „die Beschneidungsraten bei männlichen Neugeborenen weiterhin stark vom Beschneidungsstatus des Kindesvaters beeinflusst werden“.<ref name="brown-brown1987">{{REFjournal | |||
Brown & Brown (1987) | |||
|last=Brown | |last=Brown | ||
|first=Mark S. | |first=Mark S. | ||
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|DOI= | |DOI= | ||
|accessdate=2019-11-10 | |accessdate=2019-11-10 | ||
}}</ref> <ref name="rediger-muller2013"/> | }}</ref><ref name="rediger-muller2013"/> | ||
Dank des Rückgangs der Beschneidungshäufigkeit in Kanada, der vor Jahrzehnten begann, gibt es immer weniger beschnittene Väter, so dass man erwarten würde, dass die Beschneidungshäufigkeit in Kanada weiter zurückgeht. | |||
{{NYT en}} | |||
==Canadian circumcision deaths== | ==Canadian circumcision deaths== | ||