Humane Papillomaviren

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Das humane Papillomavirus (HPV) ist die häufigste Geschlechtskrankheit in den USA. Es ist dafür bekannt, Genitalwarzen zu verursachen, und es wird als Ursache für Gebärmutterhalskrebs bei Frauen angesehen.

Vorbeugung

Kürzlich wurden zwei Impfstoffe entwickelt, um die HPV-Akquisition zu verhindern. In der Vergangenheit wurde angenommen, dass die Beschneidung den Erwerb von HPV verhindert und damit das Risiko für Gebärmutterhalskrebs verringert, was jedoch durch zweifelhafte Studien, wie unten beschrieben, gestützt wurde.

Beschneidung und HPV

Die Assoziation der HPV-Übertragung mit Beschneidung ist seit vielen Jahren ein heftig diskutiertes Thema. Da neuere Studien strengere Kontrollen durchführen und größere Studiengruppen verwenden, ist der Zusammenhang zwischen Beschneidung und HPV klarer geworden.

Eine klassische HPV-Studie aus dem Jahr 1993 kam zu folgenden Schlussfolgerungen: "Unbeschnittene Männer hatten eine geringere Prävalenz von Genitalwarzen als beschnittene Männer ... Das Vorhandensein der Vorhaut kann einen unspezifischen Schutz des proximalen Penis vor einer HPV-Infektion bieten."[1]

Eine von Dr. Robert Van Howe im Jahr 2006 durchgeführte Metaanalyse fand keinen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Beschneidungsstatus und einer HPV-Infektion. "Die medizinische Literatur unterstützt nicht die Behauptung, dass die Beschneidung das Risiko einer genitalen HPV-Infektion verringert."[2]

Die meisten Studien zu HPV, die vor 2006 durchgeführt wurden, waren schlecht kontrolliert und hatten und relativ kleine Studiengruppen. Um diese Verwirrung aufzuklären, hatte eine kürzlich durchgeführte HPV-Studie aus dem Jahr 2008 eine riesige Studiengruppe von fast neuntausend Männern in den Vereinigten Staaten. Dies ist derzeit die größte Studie zu Beschneidung und HPV, die jemals in den USA durchgeführt wurde. Und da die Studie in den USA durchgeführt wurde, sind die Ergebnisse direkt auf Menschen anwendbar, die in den USA leben. Die Studie kam zu dem Schluss:

„Der Prozentsatz der beschnittenen Männer, die eine Diagnose von Genitalwarzen meldeten, war signifikant höher als bei unbeschnittenen Männern: 4,5 % (95 % KI, 3,6–5,6 %) gegenüber 2,4 % (95 % KI, 1,5–4,0 %).“[3]

Eine Studie aus dem Jahr 2011 an Studenten der University of Washington fand keinen Zusammenhang zwischen Beschneidung und HPV.[4] In dieser Studie wurde an drei Stellen auf HPV getestet: dem Hodensack/der Schafthaut, der Eichel und in Urinproben. Die Autoren dieser Studie fanden heraus, dass bei beschnittenen Männern die untersuchte Hodensack-/Schafthaut am häufigsten der Ort der HPV-Infektion war. Die Autoren stellen auch fest, dass viele groß angelegte Studien nicht auf HPV an Hodensack-/Schafthaut testen.

HPV heilen?

Im Jahr 2019 erklärte eine mexikanische Wissenschaftlerin, HPV zu heilen:[5] Aber obwohl die Forschung und die Daten interessant sind, bleibt ihre Arbeit in einer von Experten begutachteten Zeitschrift unveröffentlicht. Die Gruppe hat Daten aus einer kleinen Studie im Jahr 2017 veröffentlicht.[6]

Nach Angaben des American National Cancer Institute benötigt das in den Experimenten verwendete Medikament Licht, um aktiviert zu werden. Das Licht dringt nur 1 cm tief in das Gewebe ein. Jede tiefere Infektion wird durch die Methode nicht abgedeckt. Die Beschneidung kann hier ebenfalls noch immer nicht helfen. Um HPV-Infektionen vorzubeugen, sind Impfungen und Safer Sex die besten Optionen.[6]

Einzelnachweise

  1. REFjournal Cook LS, Koutsky LA, Holmes KK. Clinical presentation of genital warts among circumcised and uncircumcised heterosexual men attending an urban STD clinic. Genitourin Med. August 1993; 69(4): 262-4. PMC.
  2. REFjournal Van Howe RS. Human papillomavirus and circumcision: A meta-analysis. Journal of Infection. Mai 2007; 54(5): 490-496. Abgerufen am 18. September 2008.
  3. REFjournal Dinh TH, Sternberg M, Dunne EF, Markowitz LE. Genital Warts Among 18- to 59-Year-Olds in the United States, National Health and Nutrition Examination Survey, 1999–2004. Sexually Transmitted Diseases. April 2008; 35(4): 357-360. Abgerufen am 5. März 2011.
  4. REFjournal VanBuskirk K, Winer RL, Hughes JF, Feng Q, Arima Y, Lee SK, Stern ME, O'Reilly SF, Koutsky LA. Circumcision and Acquisition of Human Papillomavirus Infection in Young Men. Sexually Transmitted Diseases. Dezember 2011; 38(12) DOI. Abgerufen am 2. September 2011. Zitat: rates of acquiring clinically relevant HPV types... did not differ significantly by circumcision status
  5. REFweb Ortiz, Alexis (2. Juni 2019). Mexican scientist cures the Human Papilloma virus, El Universal. Abgerufen 24. August 2019. Eva Ramón Gallegos, a researcher from Mexico National Polytechnic Institute (IPN) was able to completely eradicate the Human Papilloma Virus (HPV) in 29 patients. This scientific achievement was accomplished through photodynamic therapy, a non-invasive technique that seems to be an efficient method to prevent malignant neoplasm, which is the second cause of death among Mexican women. The scientists from the National Biological Sciences School explained that she has studied the effects of photodynamic therapy for 20 years and said she was treated 420 patients in Oaxaca and Veracruz with this method, as well as 29 women in Mexico City.
  6. a b REFweb Antonioli, Alexandra H. (21. Februar 2019). No, Mexican scientists did not find a cure for HPV. Here’s what you need to know, GMA. Abgerufen 24. August 2019. While the research and data are interesting, their work remains unpublished in a peer-reviewed journal. The group does have published data from a small study in 2017. The researchers did not respond to multiple attempts by ABC News to reach them for comment.