Stillen: Unterschied zwischen den Versionen

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Die [[American Academy of Pediatrics]] berichtete, dass Stillen im Vergleich zur Flaschenernährung das Risiko für [[Plötzlicher Kindstod|plötzlichen Kindstod]], Säuglings- und Neugeborenensterblichkeit, Infektionen der unteren Atemwege, schweren oder anhaltenden Durchfall, Mittelohrentzündung, Asthma, Ekzeme, Morbus Crohn, Colitis, Fettleibigkeit bei Kindern und Erwachsenen, Diabetes und Leukämie senkt.<ref name="aap2022"/>
Die [[American Academy of Pediatrics]] berichtete, dass Stillen im Vergleich zur Flaschenernährung das Risiko für [[Plötzlicher Kindstod|plötzlichen Kindstod]], Säuglings- und Neugeborenensterblichkeit, Infektionen der unteren Atemwege, schweren oder anhaltenden Durchfall, Mittelohrentzündung, Asthma, Ekzeme, Morbus Crohn, Colitis, Fettleibigkeit bei Kindern und Erwachsenen, Diabetes und Leukämie senkt.<ref name="aap2022"/>


Im Säuglingsalter werden einfache Zucker in der Muttermilch, wie antibakterielle Oligosaccharide, aus der Muttermilch aufgenommen und über den Urin ausgeschieden. Universitätsstudien haben gezeigt, dass diese Substanzen an der Schleimhaut der inneren Vorhaut haften und vor Harnwegsinfektionen<ref>Hanson LA, Karlsson B, Jalil F, et al. Antiviral and antibacterial factors in human milk. In: Hanson LA, ed. ''Biology of Human Milk''. New York Raven Press; 1988. pp. 141-57</ref> als auch vor [[Infektion]]en in anderen Körperteilen schützen.<ref>Coppa GV, Gabrielli O, Giorgi P, Catassi C, Montanari MP, Veraldo PE, Nichols BL. Preliminary study of breast feeding and bacterial adhesion to uroepithelial cells. ''Lancet'' 1990 Mar 10;335(8689):569-71.</ref> Babys scheiden täglich etwa 300 bis 500 Milligramm Oligosaccharide mit dem Urin aus. Diese Verbindungen verhindern, dass sich virulente Stämme von Escherichia coli an der Schleimhaut des gesamten Harntrakts festsetzen, einschließlich der Vorhaut und der Eichel. Aus diesen Gründen ist Muttermilch sehr wirksam bei der Vorbeugung von Harnwegsinfektionen.<ref>Gothefors L, Olling S, Winberg J. Breastfeeding and biological properties of faecal ''E. coli'' strains. ''Acta Paediatr Scand'' 1975 Nov;54(6):807-12.</ref> Strenge Studien haben wiederholt gezeigt, dass Stillen vor Harnwegsinfektionen schützt.<ref>Mårild S. Breastfeeding and Urinary tract Infections. ''Lancet'' 1990;336:942.</ref> <ref>Pisacane A, et al. Breastfeeding and urinary tract infection. ''The Lancet'', July 7, 1990, p50 </ref><ref>Pisacane A, Graziano L, Mazzarella G, et al. Breast-feeding and urinary tract infection. ''J Pediatr'' 1992;120:87-89.</ref>
Im Säuglingsalter werden einfache Zucker in der Muttermilch, wie antibakterielle Oligosaccharide, aus der Muttermilch aufgenommen und über den Urin ausgeschieden. Universitätsstudien haben gezeigt, dass diese Substanzen an der Schleimhaut der inneren Vorhaut haften und vor Harnwegsinfektionen<ref>{{REFbook
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== Kontraindikationen für das Stillen ==
== Kontraindikationen für das Stillen ==