Gefurchtes Band: Unterschied zwischen den Versionen
Die Seite wurde neu angelegt: „{{NYT en}} The '''ridged band''' is a band of highly innervated wrinkly skin just inside the tip of the foreskin. The term ''ridged'' is used to describe t…“ |
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Das '''gefurchte Band''' ist ein Streifen aus stark innervierter, faltiger Haut direkt innerhalb der Spitze der [[Vorhaut]]. Der Begriff ''gefurcht'' wird verwendet, um den Bereich anstelle des häufiger verwendeten Begriffs ''runzelig'' zu beschreiben. Es wurde, insbesondere in Bezug auf [[Phimose]] (und Präputioplastik), als '''Präputialring''' oder '''phimotischer Ring''' bezeichnet, wobei '''Ring''' hier analog zu '''Band''' ist, Bezug nehmend auf die Form, während ''präputial'' ''im Zusammenhang mit der [[Vorhaut]]'' bedeutet. Genauer bezieht es sich auf den Übergangsbereich von der äußeren zur inneren Oberfläche der [[Vorhaut]]. Das gefurchte Band trennt die äußere Haut des Penis von der inneren Schleimhaut. Das gefurchte Band enthält Nervenenden, die am Kamm der Reteleisten angeordnet sind. Die Nervenenden ähneln Meissner-Blutkörperchen oder Krause-Körperchen. | |||
Die Nervenenden im gefurchten Band werden durch Verformung ihrer Kapseln stimuliert. Eine Verformung der Kapseln kann durch Druck, Dehnung der Vorhaut oder durch das [[Gleitwirkung|Rollen oder Gleiten der Vorhaut]] während der sexuellen Aktivität auftreten. | |||
Es wird angenommen, dass die Nerven des gefurchten Bandes sensorische Impulse in das autonome Nervensystem liefern, das die sexuelle Reaktion steuert. | |||
Aufgrund seiner Lage wird das gefurchte Band immer mit weggeschnitten, wenn eine männliche Person beschnitten wird. | |||
Der verstorbene [[John R. Taylor]], MB, Ch.B., MRCPEd, FRCPC, ein britisch-kanadischer Pathologe und biomedizinischer Forscher, der Medizin am [https://www.hsc.mb.ca/ Health Sciences Centre]in Winnipeg, MB, praktizierte, verwendete zuerst den Begriff "Gefurchtes Band" anstelle von "runzeliger Haut" und beschrieb das gefurchte Band nach Untersuchung der Vorhäute von 22 Erwachsenen, die bei der Autopsie entnommen wurden, auf dem ''Second International Symposium on Circumcision'', das 1991 von [[NOCIRC]] in San Francisco organisiert wurde. Das Durchschnittsalter betrug 37 Jahre und lag zwischen 22 und 58 Jahren. Die Vorhäute wurden intensiv und histologisch untersucht. | |||
== Struktur == | == Struktur == | ||
[[Image:Ridged band magnified10x.jpeg|thumb|right|271px|Teil eines gefurchten Bandes unter 10-facher Vergrößerung. Die empfindliche und stark innervierte Schleimhaut weist viele Grate auf, die die Empfindlichkeit durch eine vergrößerte Oberfläche erhöhen.]] | |||
[[John R. Taylor|Taylor]] | [[John R. Taylor|Taylor]] beschrieb das gefurchte Band als ein quer geriffeltes Band aus Schleimhautgewebe, das sich direkt innerhalb der Spitze der Vorhaut nahe der mukokutanen Grenze befindet. Er charakterisierte das gefurchte Band als stark vaskulär und reich innerviert und erklärte, dass es "mehr Meißner-Blutkörperchen enthält als die glatte Schleimhaut". Zudem stellte er fest, dass diese taktilen Blutkörperchen nur im Kamm der Reteleisten gefunden wurden.<ref>{{REFjournal | ||
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|title=The prepuce: specialized mucosa of the penis and its loss to circumcision | |title=The prepuce: specialized mucosa of the penis and its loss to circumcision | ||
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== Funktion == | == Funktion == | ||
Winkelmann (1956) | Winkelmann (1956) hatte zuvor berichtet, dass die Vorhaut "eine Region von großer Empfindlichkeit ist und über eine reichliche Nervenversorgung verfügt".<ref>{{REFjournal | ||
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}}</ref> | }}</ref> | ||
Cold & Taylor (1999) | Cold & Taylor (1999) erklärten: | ||
<blockquote> | <blockquote>Die komplexe Wechselwirkung zwischen der protopathischen Empfindlichkeit der Eichel mit Mangel an Korpuskularrezeptoren und dem Korpuskularrezeptor-reichen Rippenband der männlichen Vorhaut ist für ein normales Kopulationsverhalten erforderlich.<ref name="cold-taylor">{{REFjournal | ||
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}}</ref></blockquote> | }}</ref></blockquote> | ||
Taylor (2003) | Taylor (2003) berichtete: | ||
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Die laufenden Arbeiten zeigen, dass das Dehnen der Vorhaut und ihres gefurchten Bandes eine Reflexkontraktion der Muskeln des Peniskolbens auslöst, von denen bekannt ist, dass sie mit Ejakulation und, nicht unwesentlich, erogenem Gefühl verbunden sind.<ref name="taylor2003">{{REFjournal | |||
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Taylor (2007) | Taylor (2007) kommentierte: | ||
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Der Funktionsumfang des gefurchten Bandes bleibt ungewiss, aber es ist tief gewellt, reich an dehnungsempfindlichen Meißner-Blutkörperchen und unterliegt der Bewegung muskulöser Schafthaut beim Geschlechtsverkehr. Es scheint nun, dass die ziehharmonikaähnliche Rippenband ebenso reflexogen wie feinfühlig sein könnte. Erste Studien (J.R.T. unveröffentlicht) zeigen, dass die wahre Bedeutung des gefurchten Bandes für den Geschlechtsverkehr in der Fähigkeit liegt, eine Reflexkontraktion der für die Ejakulation verantwortlichen Muskeln auszulösen.<ref name="taylor2007A">{{REFjournal | |||
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Taylor (2007) | Taylor (2007) bemerkte zudem: | ||
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Das gefurchte Vorhautband befindet sich direkt in der Spitze der nicht zurückgezogenen Vorhaut. Es ist ein reiches vaskuläres Muskelgewebe, das stark von bewegungsempfindlichen Meißner-Körpern innerviert ist. Zusätzlich zur Berührungsempfindlichkeit ist das geriffelte Band eindeutig geriffelt oder gewellt, und es ist nicht überraschend, dass laufende Arbeiten darauf hinweisen, dass das Zurückziehen oder Strecken dieser akkordeonartigen Struktur eine Reflexkontraktion von Bulbocavernosus und Bulbospongious auslöst. Diese "Zwiebelmuskeln" (Ruffini-Körperchen) komprimieren die Wurzel oder den Bulbus des Penis und sind unter anderem, einschließlich der tiefen erogenen Empfindung, für die Ejakulation und die Entfernung von Restharn aus der hinteren Harnröhre nach Miktion verantwortlich.<ref name="taylor207B">{{REFjournal | |||
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|first=John | |first=John | ||
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</blockquote> | </blockquote> | ||
Neuere Studien liefern zusätzliche Belege für die sensorische und sexuelle Funktion des gefurchten Bandes und der [[Vorhaut]]. Kim & Pang (2007), die in Südkorea arbeiten, berichten, dass 48 Prozent der Männer nach der Beschneidung weniger Freude an [[Masturbation]] haben, während 63 Prozent angeben, dass die [[Masturbation]] schwieriger wird.<ref>{{REFjournal | |||
|last=Kim | |last=Kim | ||
|first=DaiSik | |first=DaiSik | ||
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|DOI=https://doi.org/10.1111/j.1464-410X.2006.06646.x | |DOI=https://doi.org/10.1111/j.1464-410X.2006.06646.x | ||
|accessdate=2019-09-28 | |accessdate=2019-09-28 | ||
}}</ref> Podnar (2012), | }}</ref> Podnar (2012), der in Slowenien arbeitet, verglich die sexuelle Reaktion normaler intakter Männer und beschnittener Männer. Der Bulbo-Covernosus-Reflex war bei 92 Prozent der normalen intakten Männer auslösbar, aber nur bei 27 Prozent der beschnittenen Männer.<ref>{{REFjournal | ||
|last=Podnar | |last=Podnar | ||
|first=S. | |first=S. | ||
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== Zusammenfassung == | == Zusammenfassung == | ||
Der gefurchte Bandbereich befindet sich direkt innerhalb der Spitze der Vorhaut. Der gefurchte Bandbereich enthält Meissner-Körperchen, die in Rete-Graten angeordnet sind. Die Meißner-Körperchen werden durch Bewegung und Dehnung angeregt. Die Vorhaut enthält eine Schicht Muskelgewebe, die als Dartos fascia bezeichnet wird.<ref name="cold-taylor"/> [[Dartos|Die Dartos fascia]] ermöglicht ein beträchtliches Maß an Bewegung und Dehnung, um die Meissner-Körperchen zu stimulieren, was eine signifikante Stimulation während der sexuellen Aktivität bewirkt. | |||
== Illustrationen == | == Illustrationen == | ||
* [http://research.cirp.org/pix1.html Dr John | * [http://research.cirp.org/pix1.html Dr. John Taylors Illustrationen] | ||
{{SEEALSO}} | {{SEEALSO}} | ||
* [[ | * [[Akroposthion]] | ||
{{LINKS}} | {{LINKS}} | ||
* [http://research.cirp.org The Ridged Band: Specialized Sexual Tissue] (Dr John R. Taylor | * [http://research.cirp.org The Ridged Band: Specialized Sexual Tissue] (Dr. [[John R. Taylor]] ist verantwortlich für den Seiteninhalt) | ||
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