Beschneidung: Das schmerzhafte Dilemma: Unterschied zwischen den Versionen
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== Auszug aus "Die eigene Geschichte der Autorin" == | |||
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''Ich habe meine Forschung nicht begonnen, weil ich gegen Beschneidung war.'' Tatsächlich war ich unentschlossen, ob ich mich wieder für die Beschneidung entscheiden würde oder nicht, sollte ich jemals einen anderen Sohn haben. Ich wollte unbedingt ein Buch schreiben, das ''neutral'' zu diesem Thema war. Mein Plan war, dass dieses Buch die Vor- und Nachteile beider Entscheidungen aufzeigen und die Eltern in beide Richtungen führen soll, je nachdem, wie es ihrem Lebensstil am besten entspricht. | |||
Ich begann diese Forschung aus der Überzeugung der amerikanischen Mittelklasse heraus, dass die männliche Beschneidung bestimmt viele Vorteile brächte. Daher habe ich weder die Ergebnisse meiner Forschung noch die hierin enthaltenen persönlichen Berichte verzerrt, um eine vorgefertigte Anti-Beschneidung-Tendenz zu belegen. Stattdessen waren es die persönlichen Berichte und Fakten, die ''mich'' aufgeklärt haben. | |||
Die persönlichen Berichte in diesem Buch erzählen viele Geschichten. Einige stammen von Eltern beschnittener Söhne, die alle ihre Reue über ihre Entscheidung zum Ausdruck bringen. Einige stammen von Eltern intakter Söhne, die allesamt Frieden und Zufriedenheit mit ihrer Wahl zum Ausdruck bringen. ''Ich habe weder Briefe von Eltern beschnittener Söhne erhalten, die sich über ihre Entscheidung freuten, noch Briefe von Eltern intakter Söhne, die darüber unglücklich waren.'' | |||
Diese persönlichen Berichte haben mich, zusammen mit den ''Fakten'', die ich aufgedeckt habe, zu einem starken Widerstand gegen die routinemäßige Beschneidung von Säuglingen gebracht. Hätten die ''Fakten'' das Abschneiden der Vorhaut von Säuglingen als vorteilhafte, gerechtfertigte Operation unterstützt, hätte ich dies in diesem Buch vorgestellt. Stattdessen habe ich erfahren, dass keines der medizinischen Argumente für die Beschneidung gerechtfertigt ist, und obwohl ich glaube, dass die religiösen Überzeugungen der Menschen ein gewisses Maß an sorgfältiger Überlegung und Sensibilität erfordern, habe ich festgestellt, dass die anderen sogenannten "sozialen" Gründe kaum eine solide Grundlage haben. | |||
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